Fisch Asset Management: Hybride Wandelanleihen im Blickpunkt

Beat Thoma

Beat Thoma, CIO Fisch Asset Management. (Foto: FAM)

Zürich –  Nach zwei hervorragenden Aktienjahren, die sich enorm positiv auf die Performance von Wandelanleiheninvestoren auswirkten, ist nun die vielerorts erwartete Nervosität in die Aktienmärkte eingekehrt. Der Januar ist ein Beleg dafür, dass mit erhöhter Volatilität und markanten Rückschlägen gerechnet werden sollte. Neben dem Argument der Partizipation an steigenden Aktienkursen rückt nun wieder der Schutzfaktor der Wandelanleihe in den Blickpunkt. Gerade für Anleger, die generell ein Aktienengagement eingehen, aber aufgrund der aktuellen Situation im Schatten des Taperings nicht das volle Aktienrisiko tragen möchten, sind Wandelanleihen eine sinnvolle Lösung.

«Besonders hybride Wandelanleihen spielen in diesem Marktumfeld ihre volle Stärke aus. Durch das asymmetrische Profil partizipieren Investoren an Aktienkursgewinnen, verlieren bei Rückschlägen aber nur unterdurchschnittlich. In diesem Fall kauft man Papiere, die in der Nähe (+/-15 Prozent) des Rückzahlungspreises notieren. Daraus resultiert ein stark beschränktes Risiko. Eine Wandelanleihe in diesem Kursbereich hat noch Anleihencharakter, damit ist das Kapital zu 90 Prozent geschützt. Trotz des Kapitalschutzes reagieren hybride Wandelanleihen auf steigende Aktienkurse und partizipieren zu rund 50 bis 60 Prozent an einem Anstieg der Aktie. Eine hybride Wandelanleihenstrategie im klassischen Sinn verfügt daher über eine hohe durchschnittliche Schuldnerqualität, um dem Faktor Kapitalschutz gerecht zu werden», erklärt Beat Thoma, CIO von Fisch Asset Management.

Neuemissionstätigkeit mit stotterndem Motor ins Jahr gestartet
Nachdem im vergangenen Jahr die Neuemissionstätigkeit nach zwei Jahren mit fallenden Volumen stark angestiegen ist, erwartet Thoma für 2014 weiterhin eine leicht steigende Tendenz: «Das Umfeld spricht dafür, dass sich Wachstumsfirmen vermehrt über Wandelanleihen Kapital beschaffen. Allerdings startete die Neuemissionstätigkeit mit stotterndem Motor ins Jahr. Lediglich 5,1 Milliarden US-Dollar betrug gemäss UBS/Thomson Reuters das Neuemissionsvolumen im Januar. Während Asien mit 1,7 Milliarden US-Dollar eine hohe Tätigkeit aufweist, hinkten Europa und die USA mit 1,5 und 0,8 Milliarden US-Dollar den Erwartungen hinterher. Das hing mit den schwächeren Börsenentwicklungen zusammen, da sich Wandelanleihen bei starken Börsen zu besseren Kursen platzieren lassen. Daher warten Emittenten kurzfristig ab. Zudem kamen zahlreiche Wandelanleihen noch im Dezember auf den Markt, so dass ein ‹Januar-Loch› entstand.» (Fisch Asset Management/mc/ps)

Über Fisch Asset Management
Fisch Asset Management (Fisch) wurde 1994 in Zürich von Kurt Fisch und Dr. Pius Fisch als unabhängige Asset Management Boutique gegründet. Fisch baute seither im Bereich Wandelanleihen eine global führende Stellung auf. Mit der gleichen Absicht wurde vor neun Jahren das Management von Unternehmensanleihen mit Schwergewicht auf High Yield und Emerging Market Corporate Bonds gestartet. Vor fünf Jahren wurde die Expertise mit den Produkten Absolute Return und Trendfollowing erweitert. Per Ende Dezember 2013 zählte Fisch 52 Mitarbeiter und verwaltete CHF 7,4 Mrd. Fisch wendet sich ausschliesslich an institutionelle Anleger und ist hauptsächlich im deutschsprachigen Europa tätig. Die Firmenkultur ist von Unternehmergeist, Mitbestimmungsrecht und Unabhängigkeit geprägt. Fisch ist als Effektenhändlerin zugelassen und untersteht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA).

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