Genfer Kantonalbank steigert Gewinn und zahlt höhere Dividende aus

Blaise Goetschin
BCGE-CEO Blaise Goetschin. (Foto: BCGE)

Genf – Der Genfer Kantonalbank (BCGE) hat im Geschäftsjahr 2018 das operative Ergebnis markant ausgeweitet und unter dem Strich den Gewinn klar gesteigert. Die Dividende soll nun erhöht werden: Der Generalversammlung wird eine Dividendenausschüttung von 6,8 Prozent des Nennwertes beantragt. Letztes Jahr betrug die Dividende 5,8 Prozent.

Das Betriebsergebnis der BCGE stieg um 25,7 Prozent auf 161,3 Millionen Franken. Einerseits konnte die Bank den Geschäftsertrag um 11,8 Prozent ausweiten, was gemäss Angaben der Bank unter anderem auf eine höhere Nettozinsmarge im Privatkunden- und im Firmengeschäft sowie auf höhere Kommissionserträge zurückzuführen ist. Anderseits hatte die BCGE aber auch die Kosten im Griff: So stieg der Geschäftsaufwand lediglich um 4,2 Prozent, wie aus dem Communiqué vom Dienstag hervorgeht.

Im Hypothekarbereich ist die BCGE weiter gewachsen: Die entsprechenden Forderungen in der Bilanz stiegen um 3,7 Prozent und betrugen Ende 2018 11,39 Milliarden Franken. Im Gegenzug wurde bei den verwalteten Vermögen ein Plus von 1,2 Prozent auf 26,7 Milliarden Franken verzeichnet. Den Nettoneugeldzufluss weist das Institut nicht aus. Die Bilanzsumme insgesamt betrug 23,0 Milliarden Franken, 1,6 Prozent mehr als Ende 2017.

Gewinn um knapp 12% erhöht
Unter dem Strich weist die BCGE fürs Jahr 2018 einen Gewinn von 91,2 Millionen Franken aus, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 11,7 Prozent entspricht. Die Profitabilität gemessen an der Eigenkapitalrendite (RoE) liegt damit bei 5,9 Prozent, nachdem dieses Kennzahl im Vorjahr 5,6 Prozent betragen hatte.

Die den Aktionäre beantragte Dividendenausschüttung von 6,8 Prozent des Nennwertes entspricht einer Aktiendividende von 3,40 Franken je Anteilsschein. Die Ausschüttung erhöht sich damit gegenüber Vorjahr um 17,2 Prozent. Auf derselben Grundlage werden – zusammen mit den Steuern – insgesamt 59 Millionen Franken an die öffentliche Hand ausgeschüttet.

Im laufenden Jahr 2019 rechnet die Genfer Kantonalbank damit, dass die operative Rentabilität „den Werten des Vorjahrs nahe kommt“. Dabei geht sie von einem anhaltenden Druck auf die Zinsmarge und einem aufgrund von Regulierungen eher moderaten Kreditwachstum aus. Daneben wird die BCGE jene Geschäftstätigkeit ausbauen, welche die Eigenmittel weniger belasten, sprich das Private Banking, das Assetmanagement oder Beratungen im Bereich Financial Engineering. (awp/mc/ps)

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