Genfer Kantonalbank verdient im Halbjahr deutlich weniger

Genfer Kantonalbank verdient im Halbjahr deutlich weniger
Hauptsitz der Genfer Kantonalbank in Genf. (Foto: © BCGE - Greg Dufeil)

Genf – Die Genfer Kantonalbank (BCGE) hat im ersten Halbjahr 2020 deutlich weniger verdient. Wegen der Corona-Krise und Spannungen auf dem internationalen Markt für Handelsfinanzierungen musste das Institut die Rückstellungen erhöhen.

Das Betriebsergebnis verminderte sich in den ersten sechs Monaten um 46,5 Prozent auf 50,6 Millionen Franken. Beim Reingewinn waren es 6,6 Prozent weniger auf 55,3 Millionen, wie das Genfer Staatsinstitut am Dienstag mitteilte. Die Bank hatte den Markt bereits am 30. Juli mit einer Gewinnwarnung auf dieses Ergebnis vorbereitet und eine Abnahme im nun kommunizierteen Rahmen vorangekündigt

Der Geschäftsertrag verringerte sich derweilen um 16,8 Prozent auf 183,1 Millionen Franken. Dabei sei der Nettoertrag aus dem Zinsgeschäft solide und die Kommissionen seien auf gutem Niveau ausgefallen, heisst es weiter. Die übrigen Ergebnisse seien derweil durch sinkende Dividenden aus Beteiligungen und geringeren Erträge aus den Anlageportfolios bei der Bank beeinträchtigt worden.

Im Griff hatte die Bank die Kosten. Der Geschäftsaufwand nahm lediglich um 0,2 Prozent auf 117,8 Millionen zu.

Dividendenzahlung weiter möglich
Die verwalteten Vermögen erhöhten sich in den ersten sechs Monaten um 1,7 Prozent auf 30,9 Milliarden. Dabei stiegen die Vermögen von Privatkunden um 612 Millionen (+4,0%), während die Vermögen institutioneller Kunden geringfügig um 92 Millionen (-0,6%) zurückgingen.

Die Bilanz der BCGE erhöhte sich um 7,8 Prozent auf 26,9 Milliarden, wobei der grösste Aktivposten, die Hypothekarforderungen, um 1,9 Prozent auf 11,9 Milliarden zunahm. Das Eigenkapital stieg um 0,5 Prozent auf 1,675 Milliarden. Die konsolidierte Eigenkapitalquote übersteigt 16 Prozent, womit die BCGE zum Kreis der kapitalkräftigen Banken gehöre, schreibt das Institut.

Für das Gesamtjahr rechnet die Genfer Kantonalbank unverändert mit einem rückläufigen Gesamtergebnis. Eine Erhöhung des Eigenkapitals und die Ausschüttung einer Dividende seien dennoch möglich, wiederholte das Institut seine bereits Ende Juli gemachte Aussage. (awp/mc/ps)

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