Gesamtwert der weltweit grössten 300 Pensionsfonds steigt 2017 um 15,1%

Altersvorsorge
(Foto: Pixabay)

Zürich – Gemäss der neuesten Ausgabe der Global 300 Research, einer Studie des Thinking Ahead Insitute’s von Willis Towers Watson, wuchs das Vermögen der weltweit grössten Pensionskassen 2017 um 15.1% auf USD 18.1 Billionen. Die Vermögen der Schweizer Pensionskassen wuchsen ebenfalls stark an, blieben aber mit 12.2% Wachstum etwas hinter dem Durchschnittswert. Pensionskassen aus Schwellenländern gewannen auf der Weltbühne an Bedeutung.

Die Global 300 Research erfasst jährlich die Gesamtvermögen der weltweit grössten Pensionskassen. Die Studie zeigt für 2017 auf, dass die Top 20 in der Rangliste 41,1% des verwalteten Vermögens („AUM“) ausmachen, was einem leichten Anstieg gegenüber 40,3% vom Vorjahr entspricht.

Die Schwellenländer haben in den vergangenen Jahren in den Rankings an Bedeutung gewonnen, wobei der Employee Provident Fund (India) 2017 als Neueinsteiger direkt unter die Top 20 kam. Insgesamt vier Neueinsteiger aus Schwellenländern sind in den letzten zehn Jahren unter die Top 20 gekommen, drei aus Asien und einer aus Afrika.

Michael Valentine, Senior Investment Consultant bei Willis Towers Watson in Zürich, hält fest: „Die gestiegene Zahl der grössten Fonds aus Schwellenländern spiegelt einen längerfristigen Trend wider, bei dem grosse Fortschritte bei den Governance-Strukturen und der Stabilität erzielt wurden. Diese Länder sind besonders interessant, da sie sich in der Regel in den früheren Entwicklungstadien befinden und ihre Anlage-Ansätze kontinuierlich anpassen und weiterentwickeln können.“

Bob Collie, Forschungsleiter der Thinking Ahead Group, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: „Wir befinden uns in einer Zeit aussergewöhnlicher Veränderungen für grosse Pensionskassen, die vom Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren angetrieben wird. Es geht nicht nur um den demografischen Wandel und das sich verändernde Gleichgewicht der globalen Wirtschaft; es geht nicht nur um Veränderungen der sozialen Erwartungen, der Politik, der Nachhaltigkeit oder der Regulierung; es geht nicht nur um Technologie. Es sind all diese Dinge und die Art und Weise, wie sich die Veränderungen gegenseitig verstärken. Viele dieser Organisationen sind noch relativ jung und schnell gewachsen. Das stellt ihre Governance und ihr Handeln in den Mittelpunkt.“

Schweizer Pensionskassen mit 12.2% mehr Vermögen
Laut der Studie machen die US-Fonds mit 133 Fonds in den Top 300 den Löwenanteil aus. Danach folgt UK mit 25 Fonds, Kanada mit 18 sowie Japan und Australien mit je 17 Fonds. Die Schweiz belegt mit Deutschland den siebten Platz mit je 9 Fonds in den Top 300, vor Dänemark (8) und Schweden (7). Das Gesamtvermögen der neun erfassten Schweizer Pensionskassen nahm 2017 um 12.2% zu, was unter dem Durchschnitt der Top 300 dieser Studie liegt. Dies ist grösstenteils mit der tieferen Aktienquote der Schweizer Kassen im globalen Vergleich zu erklären. (Willis Towers Watson/mc/ps)

Willis Towers Watson

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