Glarner Kantonalbank verbucht 2025 weniger Gewinn

Glarner Kantonalbank verbucht 2025 weniger Gewinn
Sven Wiederkehr, CEO der Glarner Kantonalbank. (Bild: GLKB)

Glarus – Die Glarner Kantonalbank (GLKB) hat 2025 etwas weniger Gewinn gemacht. Vor allem im Zinsengeschäft machte sich die Rückkehr zum Null-Prozent-Leitzins durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) bemerkbar.

Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis kam im vergangenen Jahr bei 25,9 Millionen Franken zu liegen, 10 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 21,8 Millionen Franken, was einen Rückgang von 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert bedeutet. Wie die Bank in einem Communiqué vom Donnerstag schreibt, konnte sie nach einem herausfordernden ersten Halbjahr das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte massgeblich steigern.

Den Aktionären stellt die Kantonalbank eine unveränderte Dividende von 1,00 Franken in Aussicht.

Die Bank erwirtschaftete im vergangenen Jahr insgesamt einen Betriebsertrag von 95,8 Millionen Franken. Dieser liegt um 2,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im wichtigen Zinsengeschäft schrumpfte der Netto-Erfolg dabei um 8,7 Prozent auf 53,4 Millionen Franken. Die Bank macht dafür vor allem die rasch gesenkten Leitzinsen der SNB verantwortlich.

Starkes Handelsgeschäft
Derweil hat das Institut den Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 3,1 Prozent auf 17,9 Millionen Franken gesteigert. Dazu habe einerseits das Anlagegeschäft dank höherer Kundenaktivitäten beigetragen, hiess es. Andererseits sei dafür aber auch die Zunahme der verwalteten Vermögen verantwortlich gewesen, so die Bank weiter. Zudem hätten sich sowohl der Kommissionsertrag aus dem Kreditgeschäft als auch das übrige Dienstleistungsgeschäft erfreulich entwickelt. Noch deutlicher stieg der Erfolg aus dem Handelsgeschäft mit 13,5 Prozent auf 18,8 Millionen Franken.

Der Geschäftszweig «Bitubi», der Dienstleistungen im Bereich von Kreditgeschäften oder der Software-Lizenzierung anbietet, entwickelte sich 2025 mit einem Wachstum von 0,8 Millionen Franken (+10,2%) ebenfalls erfreulich. Die Kundenbasis konnte mit neuen Software-Lizenz-Partnern ausgebaut werden, was unter anderem zu einer Steigerung bei den Software- und Lizenzeinnahmen geführt hat.

Die Kosten wiederum blieben im vergangenen Jahr nahezu stabil. Der Geschäftsaufwand lag mit 64,4 Millionen Franken um 0,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch der Personalaufwand (41 Mio) und der Sachaufwand (23,4 Mio) bewegten sich auf Vorjahresniveau.

Im Hypothekargeschäft verbuchte die GLKB ein Plus bei den Hypothekarforderungen um 148 Millionen auf knapp 6,2 Milliarden Franken. (awp/mc/ps)

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