Glarner Kantonalbank verdient im ersten Quartal mehr

Hanspeter Rhyner
Hanspeter Rhyner, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Glarner Kantonalbank. (Foto: GLKB)

Glarus – Die Glarner Kantonalbank (GLKB) hat im ersten Quartal 2018 den Ertrag und den Gewinn gesteigert. Gewachsen ist das Institut auch weiter im Hypothekargeschäft.

Der Betriebsertrag erhöhte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent auf 17,9 Millionen Franken, wie die GLKB am Montag mittteilte. Der Löwenanteil entfiel dabei auf das Zinsengeschäft, dessen Erfolg um 8,0 Prozent auf 14,3 Millionen stieg. Um 9,4 Prozent auf 2,6 Millionen verbesserte sich der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, und der Handelserfolg verbesserte sich gar um 28 Prozent auf 1,3 Millionen.

Den höheren Erträgen stand ein um 6,2 Prozent auf 10,6 Millionen gestiegener Geschäftsaufwand gegenüber. Dabei erhöhte sich der Personalaufwand um 1,3 Prozent, während der Sachaufwand um 13 Prozent zulegte.

Dank der deutlichen Ertragssteigerung resultierte trotz des Kostenwachstums eine Steigerung des Geschäftserfolgs um 7,4 Prozent auf 6,3 Millionen. Der Reingewinn stieg um 7,3 Prozent auf 5,2 Millionen.

Hypothekargeschäft wächst
Das Kerngeschäft Hypotheken weitet die GLKB um 37 Millionen Franken aus. Ein Drittel des Wachstums stammte dabei aus der Online-Plattform hypomat.ch. Zusätzlich baut die Bank Hypothekarvolumen für die Kunden der GLKB-Kreditfabrik auf. Diese Hypotheken seien nicht bilanzwirksam, würden zur strategisch wichtigen Ertragsdiversifikation beitragen, hiess es weiter. Die Bilanzsumme betrug am Ende des ersten Quartals 5,8 Milliarden, was einem Anstieg von 2,8 Prozent gegenüber dem Stand von Ende 2017 entspricht.

„Unerwartete Wertkorrekturen“
Mit dem ausgewiesenen Betriebsergebnis erfüllt die GLKB nicht ganz die Erwartungen der Analysten der ZKB. Die Abweichung erklären die Experten mit unerwarteten Wertkorrekturen auf Aktivpositionen (Wertanpassungen bei strukturierten Produkten und Bewertungsänderung einer Industrieliegenschaft), die im übrigen ordentlichen Erfolg zu einem Minus von 0,4 Millionen Franken führten.

Die unerwarteten Wertkorrekturen auf Aktivpositionen würden aber bis auf Ebene Geschäftserfolg von tieferen Kosten und auch tiefer als von ihm erwarteter Abschreibungen kompensiert, womit der Erfolg letztlich ziemlich genau auf seinen Schätzung liege, schreibt Javier Lodeiro. Entsprechend ändert das Resultat auch nichts an dessen Investment Case.

Die Aktien verlieren bis gegen 9.50 Uhr bei geringen Volumen 0,6 Prozent auf 34,30 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,47 Prozent tiefer steht. (awp/mc/ps)

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