Goldman Sachs droht neuer Ärger

Lloyd Blankfein

Goldman-Sachs-CEO Lloyd Blankfein.

New York – Über der US-Investmentbank Goldman Sachs scheint sich ein neues Gewitter zusammenzubrauen. Der Finanzdienstleister Bloomberg berichtete am Donnerstag unter Berufung auf eingeweihte Personen, dass der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan Informationen von der Wall-Street-Grösse verlangt habe zu ihrer Rolle in der Finanzkrise.

Die Nachricht schlug an der Börse ein wie eine Bombe und schickte die Aktie zwischenzeitlich mehr als drei Prozent in den Keller. Anleger fürchten die Konsequenzen möglicher neuer Ermittlungen.

Bereits 550 Mio Dollar in Vergleich bezahlt
Goldman Sachs gehört zu den wenigen Banken, die dank kluger Geschäfte grössere Verluste beim Beinahezusammenbruch des Marktes im Jahr 2008 verhindert hatten. Die Börsenaufsicht SEC hatte dem Haus im Nachhinein jedoch vorgeworfen, die eigenen Kunden hereingelegt zu haben. Goldman musste im Rahmen eines Vergleichs 550 Millionen Dollar zahlen. Auch eine Untersuchungskommission des US-Senats warf Goldman vor, sich auf Kosten ihrer Klienten bereichert zu haben, indem die Bank ihnen schrottige US-Hypothekenpapiere angedreht habe.

Auch Deutsche Bank in USA am Pranger
Das Verlangen von Informationen durch die Staatsanwaltschaft bedeutet noch nicht, dass es auch tatsächlich zu weiteren Ermittlungen oder gar zu einer Anklage kommt. Die Staatsanwaltschaft selbst wollte sich nicht zu möglichen Ermittlungen äussern. Eine Goldman-Sprecherin sagte allgemein, die Bank kooperiere bei Anfragen natürlich mit den Behörden. Zum konkreten Fall wollte auch sie sich nicht äussern. Auch die Deutsche Bank steht in Vereinigten Staaten wegen ihrer Rolle in der Finanzkrise in der Kritik. (awp/mc/ps)

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