Schwaches Handelsgeschäft: Goldman Sachs erleidet Gewinneinbruch

Schwaches Handelsgeschäft: Goldman Sachs erleidet Gewinneinbruch
David Solomon, CEO Goldman Sachs.

New York – Eine Flaute im Finanzmarkthandel hat der führenden US-Investmentbank Goldman Sachs zu Jahresbeginn einen Gewinneinbruch eingebrockt. Verglichen mit dem Vorjahreswert fiel der Überschuss im ersten Quartal um 21 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar (2,0 Mrd Euro), wie der Finanzkonzern am Montag in New York mitteilte.

Vor allem das Handelsgeschäft mit Aktien erlitt nach starken Ergebnissen im Vorjahr einen herben Dämpfer – hier sanken die Einnahmen um fast ein Viertel. Auch im Investmentbanking – der Beratung und Betreuung bei Börsengängen und Wertpapierplatzierungen – und in der Vermögensverwaltung lief es nicht rund.

Streben in den Massenmarkt
„Wir konzentrieren uns auf neue Möglichkeiten, unser Geschäft auszubauen und breiter aufzustellen“, erklärte Goldman-Chef David Solomon. Seit einiger Zeit schon strebt das 150 Jahre alte Wall-Street-Haus in den Massenmarkt und bietet zum Beispiel über die Online-Plattform „Marcus“ Kleinkredite und Sparkonten an.

Noch ist die Sparte allerdings nicht imstande, die Einbussen im Kapitalmarktgeschäft so abzufedern, wie es anderen US-Banken gelingt. So hatte etwa Marktführer JPMorgan Chase den Quartalsgewinn zu Jahresbeginn dank seiner breiten Aufstellung im Geschäft mit Privatkunden um fünf Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar gesteigert.

Davon kann Goldman Sachs derzeit nur träumen. Die Erträge – die gesamten Einnahmen der Bank – sanken zuletzt um 13 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Trotz der starken Rückgänge übertrafen die Zahlen die Erwartungen. Die Freude der Anleger währte aber nicht lang, nach anfänglichen Kursgewinnen drehte die Aktie vorbörslich ins Minus.

Goldman Sachs

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