Goldman Sachs steigert Gewinn leicht – Ergebnis besser als erwartet

Lloyd Blankfein
Lloyd Blankfein, CEO Goldman Sachs.

New York – Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihren Gewinn im dritten Quartal trotz Schwierigkeiten im Handelsgeschäft gesteigert. Verglichen mit dem Vorjahreswert stieg der Überschuss um zwei Prozent auf 2,1 Milliarden US-Dollar, wie der Finanzkonzern am Dienstag in New York mitteilte.

Im wichtigen Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen sanken die Erlöse zwar um 26 Prozent, damit fiel der Rückgang aber geringer aus als angenommen. Dank deutlicher Zuwächse im klassischen Investmentbanking – dazu zählen etwa die Beratung und Betreuung von Firmen bei Börsengängen und Wertpapierplatzierungen – konnten die konzernweiten Erträge insgesamt um zwei Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar erhöht werden.

«Solide Leistung»
Goldman-Chef Lloyd Blankfein sprach von einer «soliden» Leistung, auch wenn die Schwäche in der Handelssparte seinem Unternehmen schon länger zusetzt. Bereits im Vorquartal hatte das Geschäft die Bilanz belastet. Wie die gesamte Branche leidet der Wall-Street-Riese darunter, dass Anleger ihre Portfolios weniger umschichten als im Vorjahr. Damals hatte die hohe Nervosität angesichts von Brexit und US-Wahlen für viel Betrieb an den Finanzmärkten gesorgt.

Konkurrenten wie JPMorgan, Citigroup oder Bank of America können die Probleme im Handel durch ihr breite Aufstellung als Universalbanken durch stärkere Kreditvergabe abfedern und profitierten dabei zuletzt von steigenden Zinsen. Goldman Sachs macht jedoch kein nennenswertes Massengeschäft mit Verbraucherkrediten. Nicht zuletzt deshalb waren die Erwartungen an die Quartalszahlen nicht so hoch gewesen. (awp/mc/ps)

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