Grosse Zinsunterschiede bei Schweizer Vorsorgekonten

Benjamin Manz und Samuel Manz
Benjamin Manz, Gründer und CEO und Samuel Manz, Gründer und CFO moneyland.ch. (Bild: moneyland.ch)

moneyland.ch: Benjamin Manz (l., Gründer und CEO) und Samuel Manz (Gründer und CFO). (Bild: moneyland.ch)

Zürich – Zum Leidwesen der Schweizer Vorsorgesparerinnen und -sparer ist das Zinsniveau zurzeit nicht hoch. Die Säule-3a-Konten im Rahmen der freiwilligen privaten Vorsorge bieten einen durchschnittlichen Zinssatz von gerade einmal 1.40%, die Freizügigkeitskonten von 1.01% pro Jahr. Allerdings variieren die Zinssätze beträchtlich von Anbieter zu Anbieter. So gibt es sowohl bei den Säule-3a-Konten als auch bei den Freizügigkeitskonten Zinssatzdifferenzen von bis zu 1% zwischen den Anbietern. Was nach wenig klingt, kann sich über die Jahre mit Zinseszinsen zu einem beträchtlichen Vorsorgebetrag summieren.

Rechenbeispiel Säule 3a: Wer bereits 15’000 Franken auf dem Säule-3a-Konto hat und jährlich weitere 5’000 Franken auf das Konto einzahlt, kommt nach fünf Jahren bei den Anbietern mit dem tiefsten Zinssatz von 1% auf einen gesamten Kontobetrag von rund 41’270 Franken – bei den Anbietern mit dem höchsten Zinssatz von 2% auf rund 42’581 Franken. Sparerinnen und Sparer, die ihr Erspartes bei den führenden Vorsorgekonto-Anbietern anlegen, kommen nach diesem Beispiel also auf einen Sparvorteil von über 1’300 Franken in fünf Jahren gegenüber den Anbietern mit nur 1% Zinssatz. Für eine Person, die ab ihrem 30. bis zu ihrem 65. Lebensjahr jedes Jahr 5’000 Franken in die Säule 3a einzahlt, summiert sich der zusätzliche Zinsbetrag gegenüber dem Anbieter mit dem tiefsten Zinssatz auf eindrückliche 41’671 Franken.

Höchster Zinssatz bei Generali, Banque CIC und Cornèr Banca
Die besten Säule-3a-Zinskonditionen bieten momentan Generali, Banque CIC (Suisse) sowie Cornèr Banca mit je 2% pro Jahr, gefolgt von der Neuen Aargauer Bank (1.875%) und der Banca Popolare di Sondrio (1.85%). Die PostFinance liegt mit 1.5% im Mittelfeld, Swiss Life und Zürcher Kantonalbank gehören mit 1% zu den Schlusslichtern. Die Kantonalbanken liegen mit durchschnittlich 1.35% knapp unter dem Durchschnitt von 1.40%. Das gilt auch für die beiden Grossbanken mit durchschnittlich 1.375%. «Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer könnte von deutlich besseren Zinssätzen profitieren – ein einfacher Zinsvergleich würde genügen», so Benjamin Manz, Geschäftsführer von moneyland.ch.

Keine ewige Bindung an den Vorsorgeanbieter
Die Säule-3a-Zinssätze können jederzeit ändern. Falls sich der Zinssatz bei einem Anbieter markant verschlechtern sollte, empfiehlt sich ein Wechsel zu einem führenden Vorsorgekonto-Anbieter. Ein Anbieterwechsel ist ohne grossen Aufwand und ohne Komplikationen zu bewerkstelligen. Im Hinblick auf die Steuerersparnis bei einer zukünftigen Auszahlung der Säule-3a-Betrags empfiehlt es sich zudem, den Vorsorgebetrag auf mehrere Säule-3a-Konten aufzuteilen.

Freizügigkeitskonto: Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank und LGT top
Die höchsten Zinssätze im Bereich Freizügigkeitskonten bieten zurzeit die Voralberger Landes- und Hypothekenbank sowie LGT Bank (Schweiz) mit je 1.5% pro Jahr, gefolgt von Generali und WIR Bank mit je 1.375%. Die PostFinance liegt mit 1.125% im vorderen Mittelfeld, die beiden Grossbanken Credit Suisse mit 0.875% und UBS mit 0.75% liegen im hinteren Viertel. Die tiefsten Freizügigkeitskonto-Zinsen im Vergleich bieten momentan die Alternative Bank Schweiz sowie die Zürcher Kantonalbank mit je 0.5%. Die Kantonalbanken liegen mit durchschnittlich 0.93% unter dem Durchschnitt von 1.01% aller untersuchten Anbieter. Wie bei der Säule 3a ist der Wechsel zu einem anderen Anbieter auch im Fall von Freizügigkeitskonten ohne Schwierigkeiten möglich.

Weiterführende Informationen
Die vollständigen interaktiven Vergleiche sowie weitere Informationen finden Sie hier:
Säule 3a: http://www.moneyland.ch/de/saeule-3a-vergleich
Freizügigkeitskonto: http://www.moneyland.ch/de/freizuegigkeitskonto-vergleich

Methodik
Stichtag für die Zinssatz-Erhebung: 24. Juni 2013.

  • Säule-3a-Konten: Anzahl analysierter Finanzanbieter: 98. Voraussetzungen des Berechnungsbeispiels: Konstanter Zinssatz mit nachschüssiger Verzinsung und Berücksichtigung der Zinseszinsen. Die konstante Einzahlung des zusätzlichen Betrags pro Jahr erfolgt jeweils Ende Jahr.
  • Freizügigkeitskonten: Anzahl analysierter Finanzanbieter: 92. Voraussetzungen der Berechnungen: Konstanter Zinssatz mit nachschüssiger Verzinsung und Berücksichtigung der Zinseszinsen.

(ml/mc/hfu)

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