Irland bittet EZB um Hilfe für heimische Banken

Michael Noonan

Michael Noonan, irischer Finanzminister.

Frankfurt am Main – Die angeschlagenen Banken Irlands dürfen möglicherweise auf ein neues Hilfsprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) hoffen. Mehreren Presseberichten zufolge hat die irische Regierung die EZB um entsprechende Unterstützung gebeten. So hatte die «Financial Times» am Wochenende über neue mittelfristige Liquiditätshilfen berichtet.

Bereits jetzt fragen die irischen Banken stark kurzfristige Liquidität der Notenbank nach. Offenbar soll es jetzt darum gehen, diese kurzfristigen Hilfen in mittel- bis langfristige Mittel umzuwandeln. Die EZB hatte seit langem angekündigt, eine Lösung für besonders angeschlagene Banken im Euroraum auszuarbeiten. Einige Banken im Währungsraum sind immer noch stark von den Krisenmassnahmen der Notenbank abhängig. Seit der Finanzkrise stellt die EZB dem Bankensystem Liquidität in unbegrenzter Höhe zum Leitzins zur Verfügung. In dieser Woche sollen die Ergebnisse eines neuen Stresstests für die irischen Banken veröffentlicht werden. (awp/mc/ps)

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