Italien und Spanien refinazieren sich günstiger

Euro-Schuldenkrise Giechenland

Rom / Madrid – Die beiden angeschlagenen Euro-Länder Italien und Spanien haben sich am Donnerstag zu erheblich günstigeren Konditionen am Geldmarkt refinanziert. Insgesamt nahm das hochverschuldete Italien 12 Milliarden Euro durch Papieren mit einer Laufzeit von einen halben und einem ganzen Jahr auf, teilte das italienische Finanzministerium in Rom mit. Damit wurde der Zielwert erreicht.

Mit einer einjährigen Anleihe wurden 8,5 Milliarden Euro aufgenommen. Die Rendite lag mit 2,735 Prozent so niedrig wie seit Juni nicht mehr. Am 12. Dezember hatte die Rendite bei einer vergleichbaren Auktion noch bei 5,952 Prozent gelegen. Die aktuelle Auktion war 1,47-fach (Dez: 1,92-fach) überzeichnet. Italien verkaufte zudem Anleihen mit einer Laufzeit von einem halben Jahr im Wert von 3,5 Milliarden Euro. Die Rendite lag hier bei 1,644 Prozent.

Spanien sammelt doppelt so viel Kapital ein wie geplant
Derweil sammelte Spanien bei einer Auktion von drei Anleihen doppelt so viel Kapital ein wie anvisiert. Dies geht aus Zahlen des Finanzministeriums hervor. Die Nachfrage war robust, die Renditen gingen deutlich zurück. Angesichts der angespannten Lage infolge der Schuldenkrise kann das Auktionsergebnis als positives Signal gewertet werden. Es war die erste Anleihe-Auktion Spaniens im neuen Jahr.

Robuste Nachfrage

Mit drei mittelfristigen Staatsanleihen nahm Spanien insgesamt knapp 10 Milliarden Euro ein. Angepeilt war eine halb so grosse Summe von 5 Milliarden Euro. Die Anleihen laufen drei, vier und fünf Jahre. Die Nachfrage war bei allen drei Titeln robust, die Überzeichnungsquoten lagen zwischen 1,71 und 2,21. Bei der dreijährigen Anleihe sank die Rendite kräftig von 5,187 Prozent im Dezember auf 3,384 Prozent. Auch die Renditen der anderen beiden Titel mit Fälligkeit 2015 und 2016 waren deutlich rückläufig. Sie lagen bei 3,748 beziehungsweise 3,912 Prozent. (awp/mc/ps)

EZB

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