Japans Zentralbank hält an expansiver Geldpolitik fest

Haruhiko Kuroda
Japans Notenbankgouverneur Haruhiko Kuroda.

Notenbankgouverneur Haruhiko Kuroda.

Tokio – Die japanische Zentralbank hält wie erwartet an ihrer extrem lockeren Geldpolitik unverändert fest. Das beschlossen die Währungshüter am Mittwoch, wie die Bank of Japan (BoJ) mitteilte. Der Kauf von Wertpapieren zur Stützung der Wirtschaft wird im bisherigen Umfang fortgesetzt. Damit wird die BoJ weiter Papiere im Volumen von 60 bis 70 Billionen Yen (431 bis 503 Milliarden Euro) pro Jahr erwerben.

Die lockere Geldpolitik zeige die gewünschte Wirkung, hiess es. Trotz der zum 1. April erfolgten Anhebung der Verbrauchsteuer erhole sich die Wirtschaft weiter moderat. Dies dürfte sich fortsetzen, so die BoJ.

Japan mit geringerem Defizit in Handelsbilanz
Japans Defizit in der Handelsbilanz ist im April erstmals seit 20 Monaten gesunken. Wie das Finanzministerium in Tokio am Mittwoch auf vorläufiger Basis mitteilte, belief sich das Defizit auf 808,9 Milliarden Yen (5,8 Milliarden Euro). Das ist ein Rückgang um 7,8 Prozent im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat. Zwar erhöhten sich die Importe um 3,4 Prozent auf rund 6,9 Billionen Yen. Angesichts der zum 1. April erfolgten Anhebung der Verbrauchsteuer fiel der Zuwachs bei den Importen diesmal jedoch deutlich niedriger aus. Im März hatten die Einfuhren noch um 18,1 Prozent zugelegt. Die Ausfuhren erhöhten sich angesichts des schwachen Yen um 5,1 Prozent auf rund 6 Billionen Yen und damit im 14. Monat in Folge, hiess es. (awp/mc/ps)

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