Kantonalbanken steigern 2013 den Gewinn

Basler Kantonalbank
(Bild: BKB)

(Foto: Basler Kantonalbank)

Bern – Die 24 Kantonalbanken weisen für 2013 einen aggregierten Bruttogewinn von 4,1 Milliarden Franken aus, 3,1 % mehr als im Vorjahr. Der Jahresgewinn liegt bei 2,7 Milliarden Franken (+1,3%). Der aufgrund des tiefen Zinsniveaus rückläufige Erfolg aus dem Zinsengeschäft von zwei Prozent liess sich kompensieren durch einen höheren übrigen Erfolg und eine Reduktion des Geschäftsaufwandes. Die Bilanzsumme aller Kantonalbanken erhöhte sich auf 513,9 Milliarden Franken (+2,4%).

Die aggregierte Bilanzsumme der Kantonalbanken ist 2013 um zwölf Milliarden auf 513,9 Milliarden Franken gestiegen; das ist eine Zunahme um 2,4 Prozent. Dabei legten die Ausleihungen um 3,7 Prozent auf 371,2 Milliarden Franken zu. Das Hypothekenwachstum hat sich gegenüber der Vorjahresperiode leicht abgeschwächt, die übrigen Forderungen gingen um 1,8 Prozent zurück. Die Zunahme bei den Hypotheken liegt im Rahmen des Marktwachstums. Die Kantonalbanken würden ihre Verantwortung als führende Hypothekaranbieter wahrnehmen und die geltenden Vergabekriterien punkto Tragbarkeit und Belehnung konsequent anwenden, hält der Verband Schweizerischer Kantonalbanken fest.

Die den Kantonalbanken anvertrauten Kundengelder nahmen um 2,2 Prozent auf 333,9 Milliarden Franken zu. Sie decken die gesamten Ausleihungen zu 90 Prozent.

Tiefe Zinsen belasten Erfolg aus dem Zinsengeschäft
Der Betriebsertrag der Kantonalbanken belief sich auf 8,5 Milliarden Franken, 1 Prozent weniger als im Vorjahr. Der leichte Rückgang war vor allem auf das Zinsengeschäft zurückzuführen. Dieses ist mit einem Anteil am Ertrag von 62,3 Prozent aber immer noch die grösste Einnahmequelle der Kantonalbanken. In diesem Geschäftszweig musste aufgrund des anhaltenden Tiefzinsniveaus und der damit verbundenen Margenerosion ein Rückgang auf 5,3 Milliarden Franken (-2,0%) hingenommen werden.

Während der Erfolg aus dem Handelsgeschäft mit 816,1 Millionen Franken unter dem Vorjahr blieb (-10.5%), konnten die Einnahmen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft leicht auf zwei Milliarden Franken gesteigert werden (+0,6%).

Tieferer Geschäftsaufwand
Der Geschäftsaufwand nahm 2013 um 4,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Franken ab. Das Verhältnis zwischen betrieblichem Aufwand und Ertrag (Cost-Income-Ratio) liegt bei 52,2 Prozent, 1,9 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Aus dem operativen Geschäft resultierte ein Bruttogewinn von 4,1 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Zunahme von 3,1 Prozent. Der Jahresgewinn der Kantonalbanken-Gruppe beläuft sich auf 2,7 Milliarden Franken (+1,3%).

Eigentümer profitieren
Von den soliden Erträgen profitieren auch die Eigentümer der Kantonalbanken. Die Kantone (inkl. Gemeinden) haben 2013 von den Instituten 1,5 Milliarden Franken erhalten – in Form von Gewinnablieferungen, Entschädigungen für das Eigenkapital, Dividenden, Abgeltungen der Staatsgarantie und Steuern. (VSKB/mc/pg)

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