Kantonalbanken trotzen dem unruhigen Marktumfeld

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(Foto: LUKB)

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Basel – Das tiefe Zinsniveau und der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses prägten das erste Semester 2015. Die Kantonalbanken vermochten diesem unruhigen Marktumfeld zu trotzen und können laut dem Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSK) einen erfreulichen Halbjahresabschluss präsentieren. Die 24 Institute weisen einen aggregierten Brutto­gewinn von 2,0 Milliarden Franken aus (+3,1%). Der Semestergewinn beläuft sich auf 1,5 Mrd. Franken (+9,8%). Die Bilanzsumme aller Kantonalbanken erhöhte sich um 3,7 Prozent auf 561,6 Mrd. Franken.

Die Kantonalbanken weisen im ersten Halbjahr 2015 einen Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 2,6 Milliarden Franken aus. Dies entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode einem mi­nimalen Rückgang von 0,4 Prozent und zeigt, dass sich die Gruppe gut auf die Herausforde­rungen des Niedrigzinsumfeldes eingestellt hat. Mit einem Anteil von 61,1 Prozent am Be­triebsertrag bleibt das Zinsgeschäft nach wie vor der wichtigste Ertragspfeiler der 24 Institute.

Verbessertes Handelsgeschäft
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg in der Berichtsperiode um 2 Prozent auf rund eine Milliarde Franken. Das Handelsgeschäft profitierte von einem volatileren Marktumfeld und vermehrten Devisentransaktionen nach der Aufhebung des Min­destkurses durch die SNB. Vor diesem Hintergrund verbesserte sich der kumulierte Handels­erfolg der Kantonalbanken von 374 Mio. Franken auf 505,5 Mio. Franken (+35,2%).

Effiziente Leistungserbringung
Der Geschäftsaufwand beträgt gesamthaft 2,3 Milliarden Franken (+3,2%). Dabei beläuft sich der Personalaufwand als grösster Aufwandsposten auf rund 1,5 Milliarden Franken (+2,6%). Der teilzeitbereinigte Personalbestand hat im ersten Halbjahr 2015 um rund ein Prozent auf 18‘401 Mitarbeitende zugenommen. Die Kantonalbanken zeichnen sich nach wie vor durch eine sehr effiziente Leistungserbringung aus. Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag (Cost­/Income-Ratio) beträgt 53,2 Prozent und liegt markant unter dem Branchendurchschnitt.
Erfreuliche Ertragsentwicklung

Die Kantonalbanken konnten im ersten Halbjahr 2015 einen aggregierten Bruttogewinn von rund zwei Milliarden Franken erwirtschaften. Dies entspricht im Vergleich zur Vorperiode ei­ner Zunahme von 3,1 Prozent oder 59,6 Millionen Franken. Auch der Semestergewinn konnte in der Berichtsperiode deutlich gesteigert werden und beträgt 1,5 Milliarden Franken (+ 9,8%).

Wachstum im Privat-und Firmenkundengeschäft
Im Privat-und Firmenkundengeschäft sind die Kantonalbanken weiter gewachsen. Die anver­trauten Kundengelder (Verpflichtungen gegenüber Kunden inkl. Kassenobligationen) haben im ersten Semester um 5,5 Milliarden Franken oder 1,6 Prozent zugenommen. Die gesamten Ausleihungen an Kunden betragen 394,6 Milliarden Franken (+1,6 %), davon sind die Hypo­thekarforderungen mit 337,8 Milliarden Franken die weitaus grösste Position. Mit einer Zu­nahme von 2,2 Prozent verzeichnen die Kantonalbanken ein massvolles und nachhaltiges Wachstum der Hypothekarbestände. Die addierte Bilanzsumme aller 24 Institute stieg per
30. Juni 2015 um 3,7 Prozent und beträgt 561,6 Milliarden Franken.

Ausblick
Die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr hängt stark von der weiteren Entwicklung an den Finanz-und Devisenmärkten ab. Sollten sich die Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern, rechnet ein Grossteil der Kantonalbanken mit Jahresabschlüssen im Bereich des Vorjahrs oder leicht darüber. Dank ihres soliden Geschäftsmodells und der ausgeprägten Nähe zu den Kundinnen und Kunden können die Kantonalbanken auch in diesem Jahr ihre kontinuierliche Entwicklung fortsetzen. (VSK/mc/ps)

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