Leonteq vermeldet Abschluss sämtlicher regulatorischer Altlasten

Leonteq vermeldet Abschluss sämtlicher regulatorischer Altlasten
Leonteq-Sitz in Zürich.

Zürich – Der Derivate-Anbieter Leonteq kann nach eigenen Angaben seine sämtlichen regulatorischen Altlasten nun abschliessen. So habe auch die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma bestätigt, dass das Finanzunternehmen alle im Jahr 2024 angeordneten Massnahmen umgesetzt habe, teilte Leonteq am Donnerstag mit.

Nachdem der Derivate-Anbieter die Massnahmen im Jahr 2025 mit hoher Priorität umgesetzt habe, sei deren Umsetzung in der zweiten Hälfte 2025 und im ersten Quartal 2026 von einem von der Finma eingesetzten Prüfbeauftragten kontrolliert worden, heisst es weiter. Der Abschluss der hängigen Prüfung spiegle die «umfangreiche Arbeit zur kontinuierlichen Verbesserung des Governance- und Compliance-Rahmens wider», wird Leonteq-CEO Christian Spieler in der Mitteilung zitiert.

Ende 2024 hatte die Finma festgestellt, dass Leonteq mit dem Vertrieb ihrer Finanzmarktprodukte im Ausland gegen Risikomanagement-Pflichten verstossen habe. Sie hatte damals Gewinne von mehr als 9 Millionen Franken eingezogen und «Massnahmen zur Wiederherstellung des ordnungsgemässen Zustands» angeordnet.

Stärkung der Compliance
Mit dem Abschluss des Finma-Verfahrens seien nun alle hängigen regulatorischen Verfahren gegen Leonteq abgeschlossen, heisst es in der Mitteilung. Das schaffe «Klarheit und Sicherheit für die weitere Umsetzung der strategischen Prioritäten des Unternehmens». Bereits im Februar hatte Leonteq an der Bilanzmedienkonferenz erklärt, dass ein Verfahren in Frankreich wegen möglicher Mängel bei Geldwäscherei-Vorkehrungen «im Grossen und Ganzen abgeschlossen» sei.

Leonteq hat laut Angaben in den letzten Jahren ein «umfassendes Programm zur Stärkung des globalen Compliance- und Risikomanagements» durchgeführt. Leonteq habe unter anderem wichtige Führungs- und Expertenfunktionen neu besetzt und alle verbleibenden Beziehungen zu nicht regulierten Finanzintermediären beendet. Das Programm habe «erhebliche Investitionen» in Personal, Prozesse, Technologie und Datenanalyse getätigt. (awp/mc/ps)

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