LLB steigert 2019 Kundenvermögen bei starken Neugeldzuflüssen

LLB steigert 2019 Kundenvermögen bei starken Neugeldzuflüssen
Hauptsitz der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) in Vaduz.

Vaduz – Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat im Geschäftsjahr 2019 bei den Kundenvermögen wie beim Gewinn deutlich zugelegt. Dabei konnte das Institut rekordhohe Neugeldzuflüsse verbuchen. Für das laufende Jahr zeigt sich die LLB trotz Coronaviruskrise zuversichtlich.

Die von der LLB verwalteten Kundenvermögen kletterten per Ende 2019 um 13,4 Prozent auf 76,3 Milliarden Franken, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Der Neugeldzufluss fiel mit 4,1 Milliarden Franken (VJ 1,3 Mrd) stark aus: Beigeträgen hätten dazu alle drei Buchungszentren in Liechtenstein, in Österreich und in der Schweiz, betont das Institut.

Der Jahresgewinn erhöhte sich im vergangenen Jahr um 45 Prozent auf 123,4 Millionen Franken, womit er im Rahmen der von der LLB bereits im Januar publizierten provisorischen Zahlen ausfiel. Die Aktionäre erhalten nun eine Dividendenerhöhung um 10 Rappen auf 2,20 Franken pro Aktie.

Starke Kommissions- und Dienstleistungserträge
Der Geschäftsertrag erhöhte sich mit einem Plus von 13 Prozent auf 453 Millionen Franken. Getrieben wurde der Anstieg von einem starken Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+19,3 Prozent). Die Bank konnte hier vom Volumenwachstum, aber zusätzlich auch von operativen Fortschritten sowie von Performance-Fees profitieren.

Im Zinsgeschäft (-7,8 Prozent) resultierte dagegen ein Ertragsrückgang, wobei habe nicht zuletzt ein höherer Zinsaufwand bei Kundengeldern in Fremdwährungen auf den Erfolg gedrückt hat, wie die LLB schrieb. Die Hypothekarforderungen stiegen mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 11,3 Milliarden Franken nur leicht an.

Verbesserte Kostensituation
Der Geschäftsaufwand legte auf 311 Millionen Franken (+1,8 Prozent) zu, der Anstieg war allerdings auf die die 2018 getätigten Akquisitionen zurückzuführen: Insgesamt habe die Gruppe durch gezieltes Kostenmanagement operativ Einsparungen verbuchen können, hiess es.

Das Kosten-/Ertragsverhältnis verbesserte sich in der Folge auf 70 Prozent von 78 Prozent im Vorjahr. Es liegt damit allerdings weiterhin über dem eigenen Zielwert von unter 65 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 gibt sich die LLB zuversichtlich. Zwar sei das Marktumfeld mit einem gedämpften Wirtschaftswachstum, Negativzinsen und den volatilen Finanzmärkten anspruchsvoll – dazu kämen die nicht abschätzbaren Folgen einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus. Dennoch erwarte die LLB-Gruppe aufgrund der „soliden Ausgangslage“ weitere operative Fortschritte sowie ein solides Konzernergebnis. (awp/mc/ps)

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