Lloyds arbeitet sich weiter nach oben

Antonio Horta-Osorio
Lloyds-CEO Antonio Horta-Osorio.

Antonio Horta-Osorio, CEO Lloyds.

London – Die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte britische Grossbank Lloyds hat im ersten Halbjahr ihren Erholungskurs im operativen Geschäft fortgesetzt. Der um Sondereffekte bereinigte Vorsteuergewinn legte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel auf 3,8 Milliarden Pfund (4,8 Mrd Euro) zu, wie das Institut am Donnerstag in London mitteilte.

Damit übertraf es die Erwartungen von Analysten. Der grösste britische Immobilienfinanzierer profitierte von der Aufhellung der Konjunktur des Landes und dem Boom auf dem Häusermarkt. Die Bank musste nur noch 758 Millionen Pfund für ausfallende Kredite zurücklegen, 58 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Altlasten bremsen erneut
Dass sich der Gewinn unter dem Strich dennoch auf 699 Millionen Pfund mehr als halbierte, lag erneut an den Altlasten der Bank. So legte das Institut weitere 600 Millionen Pfund für Schadensersatzsprüche von Kunden zurück, denen es über Jahre unnütze Kreditausfallversicherungen angedreht hatte. Zudem verbuchte die Bank eine Strafe von 226 Millionen Pfund im Libor-Skandal um manipulierte Zinsen. Lloyds hatte sich zu Wochenbeginn mit britischen und amerikanischen Behörden auf einen Vergleich geeinigt. In der zweiten Jahreshälfte sollen deutlich weniger Sonderbelastungen anfallen. (awp/mc/ps)

 

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