Milliardenschäden durch Indien-Zyklon – Versicherer kaum getroffen

Phailin

Riesen-Zyklon Phailin an der Küste von Ganjam am 13.10.2013.

Oakland – Der Riesen-Zyklon «Phailin» in Indien hat Experten zufolge Schäden in Milliardenhöhe hinterlassen. Die Versicherungsbranche dürfte aber glimpflich davonkommen, wie der auf Risikoanalysen spezialisierte US-Versicherungsdienstleister Eqecat in der Nacht zum Dienstag in Oakland mitteilte. Der volkswirtschaftliche Schaden durch grossflächige Ernteausfälle und zehntausende zerstörter Häuser dürfte die Summe von einer Milliarde US-Dollar übersteigen, schätzen die Experten. Erst- und Rückversicherer müssten davon jedoch voraussichtlich nicht mehr als 100 Millionen Dollar schultern. In Indien seien meist nur grosse Industrieanlagen und internationale Konzerne gut versichert.

Der Wirbelsturm war in der Nacht zum Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von teils mehr als 200 Stundenkilometern auf die Ostküste Indiens getroffen und hatte dort eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens 23 Menschen starben. Eine Million Menschen waren zuvor in Sicherheit gebracht worden. Dem Katastrophenmanagement zufolge wurden 230.000 Häuser teilweise oder ganz zerstört, ebenso riesige Anbauflächen mit Reis, Zuckerpflanzen und Bananenbäumen. Erste Schätzungen gingen von mehr als 400.000 Hektar aus. Das Meer drückte einige hundert Meter ins Inland.

14 Jahre zuvor hatte ein ähnlicher Riesen-Zyklon laut Branchenangaben einen Schaden von 4,5 Milliarden Dollar hinterlassen. Die Versicherer hatten auch damals lediglich 100 Millionen Dollar zu tragen. (awp/mc/ps)

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