Morgan Stanley enttäuscht Anleger

James Gorman
James Gorman, CEO Morgan Stanley.

Bankchef James Gorman.

Nrew York – Umsatz und Gewinn unter den Erwartungen: Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Börse mit ihrem Finanzbericht für das vierte Quartal enttäuscht. Die gesamten Erträge lagen unverändert zum Vorjahr bei 7,8 Milliarden Dollar (6,7 Mrd Euro), wie das Institut am Dienstag mitteilte. Das war deutlich weniger als von Analysten vorhergesagt. Die Aktie fiel vorbörslich zunächst um etwa drei Prozent.

Den Gewinn konnte Morgan Stanley zwar deutlich auf 1,05 Milliarden Dollar steigern, doch auch hier hatte die Wall Street mit mehr gerechnet. Vor allem im Handel mit Devisen, Anleihen und Rohstoffen, der für die Bank besonders wichtig ist, lief es zuletzt schleppend. In der Vermögensverwaltung, einem weiteren wichtigen Standbein, konnten die Geschäfte hingegen weiter ausgebaut werden.

Jahresgewinn mehr als verdoppelt
«Wir haben 2014 erheblich besser beendet, als wir ins Jahr gestartet waren», sagte Bankchef James Gorman. Im Gesamtjahr 2014 erhöhte Morgan Stanley den Gewinn von 3,0 auf 6,2 Milliarden Dollar. Die gesamten Erträge lagen bei 34,3 Milliarden Dollar und damit etwas höher als im Vorjahr. Das Institut hatte als letzte der grossen US-Banken die Quartalszahlen vorgelegt.

JPMorgan, Citigroup und Bank of America waren in der letzten Woche ebenfalls unter den Markterwartungen geblieben. Nur Goldman Sachs konnte die Prognosen der Analysten erfüllen. Hohe Rechtskosten und schwache Handelsgeschäfte machen den Geldhäusern zu schaffen. Das ist auch für die europäischen Konkurrenten ein schlechtes Omen. Experten rechnen noch mit starken Belastungen durch Rechtskosten. (awp/mc/ps)

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