Milliarden für Moskau nach VTB-Bank-Teilverkauf

Wladimir Putin

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin.

Moskau – Mit der milliardenschweren Teilprivatisierung der VTB Bank hat Russland die grösste Platzierung von Aktienkapital im Land nach der weltweiten Finanzkrise perfekt gemacht. Durch den Verkauf von 10 Prozent der VTB-Anteile habe der Staat 95,7 Milliarden Rubel oder umgerechnet 2,42 Milliarden Euro eingenommen.

Dies  teilte die zweitgrösste russische Bank am Montag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die Nachfrage nach den Aktien habe fast um 100 Prozent über dem Angebot gelegen, sagte VTB-Chef Andrej Kostin. Regierungschef Wladimir Putin nannte den Verkauf einen Vertrauensbeweis für das russische Finanzsystem.

Staat hält nun noch 75,5 Prozent der VTB-Anteile
Die Papiere gingen an Fonds und Unternehmer in Europa, den USA und Asien. 2007 hatte VTB bereits bei der Erstplatzierung von 22,5 Prozent der Anteile rund 206 Milliarden Rubel eingenommen. 2009 erhöhte der Staat seinen Anteil nach der Emission von neuen Aktien von 77,5 Prozent auf 85,5 Prozent. Nach der jüngsten Teilprivatisierung hält der Staat nun noch 75,5 Prozent der VTB-Anteile.

Auch Sberbank kündigt Teilprivatisierung an

Unterdessen kündigte auch Russlands grösstes Geldhaus Sberbank für die zweite Hälfte 2011 eine Teilprivatisierung an. «Wir werden in den nächsten Monaten unsere Privatisierungsstrategie bekanntgeben», sagte der Chef der staatlich kontrollierten Bank, German Gref. Der Staat werde rund sieben Prozent der Anteile übereignen. Dieses Paket koste etwa doppelt so viel wie der privatisierte VTB-Anteil, sagte Gref. (awp/mc/ps)

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