Munich Re federt Katastrophenschäden mit Wertpapier-Verkäufen ab

Munich Re federt Katastrophenschäden mit Wertpapier-Verkäufen ab
Joachim Wenning, Vorstandvorsitzender Munich Re. (© Munich Re)

München – Der gewinnbringende Verkauf von Aktien und Anleihen hat den Rückversicherer Munich Re im Sommer in den schwarzen Zahlen gehalten. Obwohl die verheerenden Zerstörungen durch Hurrikan «Ida» in den USA und Tief «Bernd» in Europa den Konzern zusammen rund 1,8 Milliarden Euro kosteten, stand unter dem Strich ein Gewinn von 365 Millionen Euro nach 202 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Im Oktober hatte die Munich Re bereits einen Überschuss von rund 400 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Vorstand sieht den geplanten Jahresgewinn von 2,8 Milliarden Euro trotz der hohen Schäden daher in Reichweite. Unterdessen schlägt die hohe Zahl der Corona-Toten vor allem in den USA, in Indien und Südafrika bei dem Dax-Konzern immer teurer zu Buche.

Für das laufende Jahr rechnet das Management in der Rückversicherung nun mit coronabedingten Schäden von 800 Millionen Euro, 100 Millionen mehr als bisher gedacht. Von der Summe entfallen 600 Millionen auf die Rückversicherung Leben/Gesundheit, wo die Munich Re im Sommer noch von 400 Millionen Euro ausgegangen war. In der Schaden- und Unfall-Rückversicherung dürfte die Belastung mit 200 Millionen Euro hingegen niedriger ausfallen als bisher erwartet. Die Erstversicherungstochter Ergo soll mit einer Corona-Belastung von 20 bis 30 Millionen Euro davonkommen. (awp/mc/ps)

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