Nach UBS und CS bestätigt auch Goldman Sachs Ermittlungen wegen «Dark Pools»

Lloyd Blankfein

Lloyd Blankfein, CEO Goldman Sachs.

New York – Die Ermittlungen der Aufseher wegen ausserbörslicher Handelsplattformen bei Grossbanken ziehen immer weitere Kreise. Nach einer Reihe europäischer Institute räumte am Donnerstag auch Goldman Sachs ein, Gegenstand einer Untersuchung zu sein.

Welche Behörden den Bereich durchleuchteten, sagte die US-Investmentbank nicht. Fox Business Network hatte in dieser Woche berichtet, die New Yorker Staatsanwaltschaft nehme Goldman Sachs und Morgan Stanley wegen der sogenannten «Dark Pools» unter die Lupe.

Auf diesen anonymen Handelsplattformen müssen Käufer und Verkäufer ihre Orders nicht publik machen. Genutzt wird der Schattenhandel besonders von institutionellen Investoren, die unbemerkt grosse Aktienpakete kaufen oder verkaufen wollen. In dem Markt tummeln sich auch viele Hedgefonds und Hochfrequenzhändler.

Fehlende Transparenz
Die fehlende Transparenz hat die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen. Sie befürchten, dass einige Marktteilnehmer von den Banken zugunsten der Hochfrequenzhändler über den Tisch gezogen wurden. Es gibt mindestens eine US-Sammelklage gegen Finanzinstitute, in denen ihnen Verstösse gegen amerikanisches Wertpapierrecht vorgeworfen werden.

Ermittlungen hatten zuletzt unter anderem die Schweizer Geldhäuser UBS und Credit Suisse sowie die Deutsche Bank eingeräumt. Ende Juni war bekanntgeworden, dass die USA die britische Grossbank Barclays wegen umstrittener Geschäfte in den «Dark Pools» verklagen. (awp/mc/ps)

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