Nasdaq und ICE brauchen Zeit für NYSE-Gegengebot

Robert Greifeld

Robert Greifeld, CEO Nasdaq OMX.

New York – Die US-Börsenbetreiber Nasdaq OMX und IntercontinentalExchange (ICE) brauchen noch Zeit, um ihr Gegenangebot im Übernahmekampf um die New York Stock Exchange vorzubereiten. Noch seien sich Nasdaq und ICE etwa nicht über ein Höchstgebot einig, schreibt das «Wall Street Journal Europe» am Montag unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Mit dem Gegenangebot wollen die beiden Unternehmen den im Februar vereinbarten Zusammenschluss der NYSE Euronext mit der Deutschen Börse zum weltweit grössten Börsenbetreiber verhindern. Nasdaq und ICE sei klar, dass sie mehr als 40 Dollar je NYSE-Aktie bieten müssten, heisst es in dem Bericht.

Höhres Angebot
Dies entspräche einem Gesamtpreis von rund 10,5 Milliarden Dollar. Nach Einschätzung von Analysten muss das Gebot aber bei mindestens 43 Dollar je Anteilsschein liegen. Die NYSE-Papiere schlossen am Freitag bei 34,48 Dollar. Im Deal mit der Deutschen Börse werden sie mit rund 35,75 Dollar bewertet. Zudem diskutieren beide Seiten laut Zeitung noch, ob die Nasdaq sich exklusiv mit der ICE verbünden muss oder – für den Fall, dass die Gespräche nicht vorangehen – sich einen anderen Partner suchen darf. Diese Unklarheiten zu beseitigen könne noch einige Zeit dauern, heisst es in dem Bericht. Die beiden Unternehmen hofften daher darauf, dass die Wettbewerbsbehörden den geplanten Zusammenschluss von Deutscher Börse und NYSE aufhalten. (awp/mc/ps)

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