New Yorker Finanzaufsicht will Bitcoin-Handel regulieren

Bitcoins

New York – Die Pleite der grössten Onlinebörse Mt.Gox lässt die Rufe nach einer strengeren Regulierung der kriselnden Digitalwährung Bitcoin lauter werden. Die New Yorker Finanzaufsicht NYDFS setzt sich für kontrollierte Handelsplätze ein, wie aus einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Bis Ende des zweiten Quartals 2014 soll der Entwurf für ein Regelwerk vorgelegt werden.

«Die jüngsten Probleme bei Mt.Gox und anderen Firmen zeigen den dringenden Bedarf einer stärkeren Aufsicht über virtuelle Währungen», liess New Yorks oberster Finanzaufseher Benjamin Lawsky wissen. Um Nutzer künftig besser zu schützen und Geldwäsche zu verhindern, fordert das NYDFS Unternehmen auf, Vorschläge für einen besser regulierten Handel mit Bitcoins einzubringen.

New York will digitale Währungen als erster US-Bundesstaat regulieren
Bereits Ende Januar hatte Lawsky der «Financial Times» gesagt, er hoffe, dass bis Ende des Jahres klare Regeln geschaffen werden. New York ist damit der erste US-Bundesstaat auf dem Weg zur Regulierung von digitalen Währungen. Erst vor knapp zwei Wochen war mit Mt.Gox die einst grösste Handelsplattform für Bitcoins kollabiert und in die Insolvenz geraten. Die Kritik an mangelnder Kontrolle hat dadurch zugenommen.

Grosse Sicherheitslücken
Bei der in Tokio ansässigen Bitcoin-Börse Mt.Gox wurden enorme Summen umgeschlagen, obwohl die Sicherheitslücken offenbar gross waren. Die Betreiber haben den Verlust von hunderttausenden Bitcoins inzwischen eingeräumt. Insgesamt seien rund 850 000 Einheiten der Digitalwährung verschwunden oder gestohlen wurden.

Bitcoins gibt es seit 2009. Sie werden in komplizierten Rechen-Prozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt, können aber auch im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Sie kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Bitcoins sollen einen Zahlungsverkehr ermöglichen, der unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert und die Transaktionskosten niedrig hält.

Am Mittwochvormittag notierte der Kurs für einen Bitcoin bei 636 US-Dollar. Im vergangenen Jahr hatte die virtuelle Währung hohe Popularität erreicht. Ende 2013 war der Kurs auf über 1150 Dollar gestiegen. Zum Vergleich: Im Dezember 2012 war ein Bitcoin lediglich 13 Dollar wert. (awp/mc/pg)

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