Obwaldner Kantonalbank hat 2018 operativ etwas weniger verdient

Obwaldner Kantonalbank hat 2018 operativ etwas weniger verdient
Bruno Thürig, CEO der Obwaldner Kantonalbank. (Foto: OKB)

Sarnen – Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2018 operativ etwas weniger verdient. Das Zinsengeschäft als klar wichtigster Ertragspfeiler entwickelte sich zwar leicht positiv, die negative Entwicklung an den Finanzmärkten belastete aber das Ergebnis.

Ohne die Bewertungsverluste per 31. Dezember bei den eigenen Wertschiften im Handelsbestand und den eigenen Finanzanlagen wäre das Ergebnis um über 3 Millionen Franken höher ausgefallen, teilte die OKB am Dienstag mit. Dies unterstreiche das gute Abschneiden des operativen Geschäfts, insgesamt habe der Geschäftserfolg die Erwartungen jedenfalls übertroffen.

Konkret sank dieser um 11,5 Prozent auf 22,7 Millionen Franken. Der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft stieg hingegen um 3,0 Prozent auf 48,1 Millionen Franken. Um 4,1 Prozent auf 8,0 Millionen rückläufig war dagegen der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, gar um knapp zwei Drittel auf noch 1,8 Millionen sank der Erfolg aus dem Handelsgeschäft.

Das höhere Zinsergebnis sei vom Wachstum bei den Kundenausleihungen im zweiten Semester gestützt worden, so die Mitteilung. Insgesamt erzielten die Kundenausleihungen brutto im Berichtsjahr einen Zuwachs von 2,8 Prozent auf 3,53 Milliarden Franken per Ende 2018, wobei die Hypothekarforderungen – insbesondere die Positionen Fest- und Libordarlehen – der Haupttreiber gewesen seien.

Ausgaben gestiegen
Der Geschäftsaufwand fiel im Berichtsjahr mit 30,2 Millionen Franken um 2,5 Prozent höher aus als 2017, jedoch tiefer als erwartet, wie es heisst. Investitionen in digitale Technologien und in die für die Kunden im Herbst eingeführte kostenlose Erdbebenversicherung im Hypothekarbereich hätten die Betriebskosten steigen lassen. Mit einer Cost-Income-Ratio von 52,2 Prozent sei man aber kosteneffizient unterwegs, so die Bank.

Unter dem Strich lag der Gewinn mit 15,6 Millionen Franken auf Vorjahresniveau. Unverändert fällt auch die Dividende aus mit 34 Prozent auf dem Nominalwert pro Partizipationsschein, was einer Rendite von 3,25 Prozent bei einem Jahresendkurs von 1’045 Franken entspreche. Der Kanton erhält den Angaben zufolge wie 2017 insgesamt 9,82 Millionen Franken als Gewinnausschüttung und Abgeltung der Staatsgarantie. Mit einer Eigenkapitalquote nach Gewinnverteilung von 9,48 Prozent der Bilanzsumme präsentiere sich die OKB als „gut kapitalisiert und sehr stabil“.

Entsprechend zeigt sich die OKB auch optimistisch für die weitere Zukunft: Die Wachstumsaussichten für 2019 seien „durchaus positiv“, dies trotz verstärkter Konkurrenz durch branchenfremde Mitbewerber und einer voraussichtlich erhöhten Volatilität auf den Finanzmärkten aufgrund geopolitischer Unsicherheiten. (awp/mc/ps)

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