RBS will weitere Stellen streichen

Stephen Hester

RBS-Chef Stephen Hester.

London – Die seit der Finanzkrise grösstenteils verstaatlichte britische Grossbank Royal Bank of Scotland (RBS) hat einen weiteren Personalabbau angekündigt. In den nächsten beiden Jahren sollen im britischen Privatkundengeschäft 1.400 Stellen gestrichen werden, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Zugleich will es 700 Millionen Pfund in die Filialen stecken und deren Service verbessern. Seit der Finanzkrise hat Vorstandschef Stephen Hester bereits rund 37.000 Stellen abgebaut. Ende März beschäftigte die Bank noch rund 123.000 Mitarbeiter.

Am Vortag erst hatte RBS-Konkurrent HSBC den weiteren Abbau von tausenden Stellen angekündigt, nachdem das Institut bereits in den vergangenen zwei Jahren die Zahl der Mitarbeiter konzernweit um 40.000 auf rund 260.000 gesenkt hatte. Weltweit versuchen die Banken, ihre Kosten zu drücken. Damit reagieren sie auf die auch wegen der strengeren Regeln der Finanzaufsicht sinkenden Erträge.

Milliardenhilfe
RBS-Chef Hester versucht mit aller Macht, sein Haus wieder auf Gewinnkurs zu bringen. In der Finanzkrise hatte der britische Staat die Bank mit gut 45 Milliarden Pfund vor der Pleite gerettet. Seitdem gehört das Geldhaus zu rund 81 Prozent dem Steuerzahler. Das einstige Vorzeigeinstitut der britischen Bankbranche war einer der grössten Sanierungsfälle weltweit. (awp/mc/ps)

 

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