Roland Berger: Corporate und Investment Banking Outlook Summer 2013

Anlage

Zürich – Nach einer schwierigen Phase zwischen 2012 und Anfang 2013 verzeichnet die Finanzbranche nun wieder ein gewisses Wachstum, vor allem aufgrund der aufstrebenden Schwellenländer. Doch wie eine gemeinsame Studie von Roland Berger Strategy Consultants und der Nomura Bank ergibt, bleiben die Kapitalmärkte und das Depositgeschäft insgesamt verhalten.

Dr. Marc D. Grüter, Leiter der Finance & Risk Practice von Roland Berger sagt: «Was im Speziellen die Ertragsentwicklung der Schweizer Grossbanken anbelangt, so wurden die negativen Implikationen der Reform der OTC Märkte generell überschätzt.» Die Analyse unter dem Titel «CIB Outlook Summer 2013 – Learning to prosper in a continuously uncertain world» ergibt nach einer positiven Entwicklung im Festzinssegment im Jahr 2012 eine Trendwende in der ersten Hälfte 2013. Für Ende 2013 und 2014 erwarten die Experten eine Stabilisierung des Festzinssegments, eine leichte Erholung bei den Dividendenpapieren und Wachstum bei den Geschäftsbanken. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die Fremdkapitalmärkte und in geringerem Masse die erwartete Erholung des Markts für Neuemissionen sowie für Fusionen & Akquisitionen (M&A).

Wachsen in einer unsicheren Welt
Nach guten Wachstumsjahren mit einer Eigenkapitalrentabilität (RoE) von mehr als 15 Prozent nutzten viele Entscheider im Corporate und Investment Banking die vergangene Krise, um ihre Kosten zu senken. Das hatte bereits positive Auswirkungen auf die Gewinnmargen der Branche; doch die Massnahmen sollten fortgesetzt werden. Dr. Marc D. Grüter fügt an: «Obwohl durch Anpassungen im Leistungsportfolio wesentliche Ertragseffekte realisiert werden konnte, sind die bestehenden Fixkosten nach wie vor eine bedeutende Belastung – unter anderem auch für die Schweizer Grossbanken. Wege zur stärkeren und nachhaltigen Kostenflexibilisierung müssen noch gefunden werden.» Allerdings ist der internationale Finanzmarkt noch immer in Aufruhr und wird sein ursprüngliches Gleichgewicht nicht so schnell wiederfinden. So entstehen immer häufiger Schattenbanken, das Aufsichtsrecht wird strenger – mit grossen Unterschieden zwischen den Ländern – und die Anbieter richten sich in ihrer Wertschöpfungskette neu aus und lagern einige Aktivitäten an ehemalige Wettbewerber aus.

Trotz der schwachen Aussichten sollten Entscheider in die Zukunft denken und im Corporate und Investment Banking weiter auf Ertragswachstum setzen – vor allem durch gezielte Massnahmen, um die Effizienz ihrer Unternehmen zu steigern. Dabei empfiehlt die Analyse von Roland Berger und Nomura eine klare Positionierung der Corporate- und Investment-Banken nach vier verschiedenen Geschäftsmodellen. (RB/mc/hfu)

Die vollständige Studie können Sie kostenlos herunterladen unter:
www.rolandberger.com/pressreleases

Roland Berger Strategy Consultants
1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit rund 2.700 Mitarbeitern und 51 Büros in 36 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschliesslichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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