SIX Group steigert Betriebsertrag um 3 Prozent

Urs Rüegsegger

Urs Rüegsegger, CEO der SIX Group.

Zürich – Die SIX Group hat im Jahr 2011 einem um 3% höheren Betriebsertrag von 1,26 Mrd CHF erzielt. Der Konzerngewinn stieg dank Sondereffekten um 26% auf 218,6 Mio. Insgesamt schlage sich das weltweit schwierige Marktumfeld aber auf die Profitabilität von SIX nieder, wie der Börsenbetreiber und Finanzdienstleister mitteilte.

Der Anstieg des Ertrags sei vor allem auf einen höheren Beteiligungsertrag zurückzuführen, so das Unternehmen. Im Vorjahr hatte SIX eine weitere Wertminderung auf den Aktiven der Eurex-Tochter ISE im Umfang von 53,5 Mio CHF verbucht. Bereinigt um die Sondereffekte liegt das operative Ergebnis um 4,7% unter dem Vorjahresniveau.

Höhere Handelsumsätze
Die Geschäftsbereiche Swiss Exchange und Securities Services verzeichneten dank hoher Handelsumsätze und hohen Transaktionsabschlüssen ein stärkeres Wachstum. Demgegenüber hinterliess das schwierige konjunkturelle Umfeld und der starke Schweizer Franken vor allem in den Geschäftsbereichen Financial Information und Payment Services deutliche Spuren. Vor allem im traditionell umsatzstarken vierten Quartal seien die Erträge im Kartengeschäft spürbar zurückgegangen, so das Unternehmen weiter.

Dividende von 5 Franken pro Aktie
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vor, eine Dividende von 5,00 CHF pro Aktie auszuschütten. Im Vorjahr hatte die SIX Group 4,35 CHF je Aktie gezahlt.

Marktanteile leicht reduziert
Der Geschäftsbereich Swiss Exchange erzielte mit einem Plus von 5,4% einen Betriebsertrag von 244,6 Mio CHF. Der durchschnittliche Marktanteil am Schweizer Blue-Chip-Handel reduzierte sich leicht auf 67,4% von zuvor 70,6%. Securities Services steigerte dank der Internationalisierung den Betriebsertrag um 2,6% auf 183,1 Mio.

Auswirkungen der Frankenstärke
Die Währungseinflüsse wirkten sich insbesondere in Geschäftsbereich Financial Information aus. Hier sank der Betriebsertrag um 8,2% auf 340 Mio CHF. In Lokalwährung betrug das Minus 3,1%. Im Kartengeschäft wirken sich neben dem Währungseffekt auch die rückläufigen Detailhandelsumsätze, das Ausbleiben von ausländischen Touristen sowie die sinkenden Margen aus. Der Betriebsertrag bei Payment Services sank um 0,7% auf 399,7 Mio.

Für 2012 deutlich tieferes operatives Ergebnis erwartet
Für das laufende Jahr 2012 rechnet die SIX Group mit einem deutlich tieferen operativen Ergebnis. Als Gründe werden die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen genannt. Zudem würden die Erträge aus der Eurex-Beteiligung wegfallen, heisst es in der Mitteilung. (awp/mc/pg)

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