SIX mit stabilem Umsatz und weniger Gewinn

Urs Rüegsegger
Urs Rüegsegger, Group CEO SIX. (Foto: SIX)

Urs Rüegsegger, CEO der SIX Group. (Foto: SIX)

Zürich – Die SIX Group hat im ersten Halbjahr 2015 wegen eines tieferen Zinsergebnisses und höheren Steuern einen geringeren Konzerngewinn erreicht. Der Betriebsertrag entwickelte sich so gut wie stabil, der EBIT konnte dagegen gesteigert werden. Wegen der Frankenstärke fiel das Finanzergebnis allerdings deutlich unter dem Vorjahr aus.

Der Betriebsertrag stieg in den ersten sechs Monaten um 0,7% auf 887,5 Mio CHF. Bereinigt um Währungseffekte habe das Wachstum 6,3% betragen, teilte die Gruppe, die auch die Schweizer Börse betreibt, am Mittwoch mit. In den Bereichen Wertschriftenhandel und Post-Trade Services seien die Erträge deutlich gestiegen. Die beiden Geschäftsbereiche hätten von der hohen Volatilität und höheren Handelsaktivitäten nach der Aufhebung des Mindestkurses durch die SNB im Januar 2015 profitiert, hiess es weiter. Bei den Bereichen Financial Information und Payment Services führte die Frankenstärke hingegen zu einer Schmälerung der Erträge.

Frankenstärke belastet Finanzergebnis
Trotz des schwierigen Umfelds sei der EBIT um 4,4% auf 157,7 Mio gestiegen. Der starke Schweizer Franken belastete dagegen das Finanzergebnis, welches bei -2,9 Mio lag nach +11,5 Mio im Vorjahr. Wegen eines tieferen Zinsergebnisses und höheren Steuern sank das Konzernergebnis unter dem Strich um 2,4% auf 127,5 Mio.

Finanzdatengeschäft schrumpft währungsbedingt
Aufgrund von Währungseffekten verbuchte der Geschäftsbereich Payment Services einen um 2,8% tieferen Betriebsertrag von 419,9 Mio. Währungsbereinigt liegen die Erlöse hingegen 5,3% über dem Vorjahr. Der EBIT stieg um 3,9% auf CHF 37,2 Millionen. Die Acquiring Transaktionen nahmen um 12,5% zu, die Processing Transaktionen um 5,5%.

Im Geschäftsbereich Financial Information sank der Betriebsertrag ebenfalls aufgrund der Währungseffekte um 2,6% auf 191,6 Mio CHF. Währungsbereinigt wuchs das Geschäft allerdings um 2,5%, hiess es. Der EBIT stieg um 6,1% auf 23,2 Mio. Die positive Entwicklung des Segments setze sich seit 2013 fort, so die SIX.

Deutliche Zunahme von Settlement-Transaktionen
Das stärkste Wachstum aller Geschäftsbereiche verzeichnete Securities Services. Während der Betriebsertrag um 10,7% auf 177,6 Mio stieg, lag der EBIT mit 30,9 Mio um 4,5% über dem Vorjahreswert. Infolge der Mindestkursaufhebung hätten Settlement-Transaktionen deutlich zugenommen (+18,4%) und das Depotvolumen der verwahrten Titel sei um 9,2% gestiegen, hiess es.

Markante Zunahme der Handelsaktivitäten
Der Geschäftsbereich Swiss Exchange erzielte einen um 8,4% höheren Betriebsertrag von 110,5 Mio CHF. Gleichzeitig stieg der EBIT um 1,9% auf 55,8 Mio. Das „starke Ergebnis“ sei wie bereits erwähnt auf eine markante Zunahme der Handelsaktivitäten gegenüber der Vorjahresperiode zurückzuführen, hiess es. Die Anzahl der Abschlüsse im Börsenhandel wuchs um 39,6%, der Handelsumsatz um 30,9%. Der durchschnittliche Marktanteil am Schweizer Blue-Chip-Handel liegt bei 68,9% nach 66,6% im Vorjahr.

Mit Blick auf das Gesamtjahr blieb die Gesellschaft Aussagen zum Ausblick zunächst schuldig. (awp/mc/pg)

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