SNB: Devisenreserven im Dezember leicht gesunken

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Bern/Zürich – Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Dezember erneut leicht gesunken. Sie erreichten Ende Monat gemäss provisorischen Zahlen 427,2 Mrd CHF nach 427,4 Mrd CHF im November, wie die Notenbank am Montag mitteilte. Den Bestand per Ende November revidierte die SNB etwas nach oben, und zwar von 424,8 Mrd CHF.

Die Devisenreserven sinken seit Oktober wieder. Damals nahmen sie erstmals nach acht Monaten mit zum Teil drastischem Anstieg wieder ab. Im September vergangenen Jahres hatten die Devisenreserven nach umfangreichen Käufen zur Sicherung des Euro-Mindestkurses von 1,20 CHF einen Rekordstand von knapp 430 Mrd CHF und damit von deutlich über 70% des Bruttoinlandproduktes erreicht.

Offenbar keine Euro zur Stützung des Mindestkurses gekauft
Wie genau die Monatszahl jeweils zustande kommt, gibt die SNB nicht bekannt. Die leicht rückläufige Zahl deutet aber sicher darauf hin, dass die SNB keine Euro zur Stützung des Mindestkurses von 1,20 CHF kaufen musste. Unter anderem haben im Dezember aber Wechselkursschwankungen die Entwicklung mitbestimmt. So lag der Euro zum Franken Ende Jahr mit 1,2075 gegenüber 1,2050 Ende November etwas höher, während der US-Dollar mit 0,9150 gegenüber 0,9280 klar schwächer notierte. Die SNB hält ihre Devisenreserven überwiegend in Euro, US-Dollar, Yen, britischen Pfund und kanadischen Dollar.

Insgesamt verfügte die Nationalbank Ende Dezember ohne Gold über Reserven von 434,2 Mrd CHF. Ende November waren es nach revidierten Zahlen 434,9 Mrd CHF gewesen.

Giroguthaben auf tiefstem Stand seit August
Weiter hat die SNB am Montag ihre neuesten geldpolitischen Daten bekannt gegeben. Demnach sanken die Giroguthaben der inländischen Banken im Durchschnitt der Woche zum 4. Januar 2013 um fast 6 Mrd auf noch 282,6 Mrd CHF und damit auf den tiefsten Stand seit August 2012. In den Wochen davor waren sie allerdings aufgrund der starken Interventionen der SNB zur Verteidigung der Euro-Untergrenze auf rund 290 Mrd von rund 150 Mrd CHF gestiegen. (awp/mc/ps)

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