S&P: Nach Eurozone nun Rettungsfonds im Visier

Eurozone

London – Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat nach dem Rundumschlag gegen zahlreiche Staaten der Eurozone auch eine Warnung für Anleihen des Euro-Rettungsfonds EFSF veröffentlicht. Das langfristige «AAA»-Toprating auf «CreditWatch negativ» gesetzt und damit unter verschärfte Beobachtung gestellt, teilte die Agentur am Dienstag mit.

Der Rettungsfonds könnte die bisherige Topbonität verlieren, falls ein bisher mit Bestnote versehenes Mitgliedsstaat der Eurozone herabgestuft werden sollte. Dabei könnte die Kreditbewertung des EFSF um ein bis zwei Stufen gesenkt werden, hiess es weiter in der Mitteilung.

Unter der Bezeichnung «CreditWatch negativ» verstehen die Experten von S&P nach eigenen Angaben eine Art Beobachtungsliste. Mit der Bewertung bestehe kurzfristig, in den kommenden 90 Tagen, eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung der Kreditbewertung.

Ausblick für 15 Euro-Länder auf  «negativ» gesetzt
Bereits am späten Montagabend hatte S&P den Ausblick für 15 der 17 Euro-Länder und damit auch für die sechs Staaten mit der Top-Kreditwürdigkeit «AAA» auf «negativ» gesetzt. Nach dem EU-Gipfel am kommenden Freitag will S&P so schnell wie möglich entscheiden, ob die aktuellen Ratings beibehalten werden. Derzeit halten noch Deutschland, Frankreich, Österreich, die Niederlande, Luxemburg und Finnland bei S&P die Bestnote «AAA». (awp/mc/pg)

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