Spanien muss höhere Zinsen für Anleihen zahlen

Elena Salgado

Elena Salgado, scheidende spanische Finanzministerin.

Madrid – Das Euro-Land Spanien hat sich am Donnerstag bei einer Versteigerung von Anleihen mit verschiedenen Laufzeiten erneut nur zu deutlich höheren Zinsen Geld beschaffen können. Mit drei Anleihen mit Laufzeiten bis zu sechs Jahren nahm der spanische Staat 3,75 Milliarden Euro ein, wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht. Damit konnte das zuvor anvisierte Maximalziel der Auktion erreicht werden. Die zu zahlenden Renditen stiegen im Vergleich zu ähnlichen Auktionen Anfang November allerdings teilweise kräftig an. Die Nachfrage legten hingegen deutlich zu.

Mit eine Staatsanleihe bis 2015 nahm Spanien 1,2 Milliarden Milliarden Euro auf. Die Rendite – eine Kombination aus Nominalzins und Verkaufskurs – stieg von 3,639 Prozent Anfang November auf 5,187 Prozent. Die Nachfrage war mit einer Überzeichnung von 2,7 deutlich stärker als im Vormonat. Damals war die Auktion 1,98-fach überzeichnet. Die Überzeichnung bei dem Papier mit einer Laufzeit bis 2017 stieg ebenfalls deutlich von 1,8 auf 2,69 an. Allerdings legte auch die Rendite zu, von 4,782 auf 5,544 Prozent. Diese Auktion brachte dem spanischen Staat 1,4 Milliarden Euro ein.

Fünf-Jahres-Anleihe 2,83-fach überzeichnet

Schliesslich musste Spanien für eine Anleihe mit Laufzeit bis 2016 einen Zinssatz von 5,276 Prozent akzeptieren. Die Auktion war 2,83-fach überzeichnet und sie spülte 1,15 Milliarden Euro in die Staatskasse. Die erhöhten Renditen bei der Versteigerung geht einher mit im Vergleich zu Anfang November wesentlich höheren Risikoaufschlägen für spanische Anleihen am Sekundärmarkt, wo bestehende Titel gehandelt werden. Allerdings gingen die Risikoaufschläge hier in den vergangenen Tage merklich zurück. Auch nach der Auktion gaben sie am Sekundärmarkt weiter nach. (awp/mc/ps)

EZB

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