Schwyzer Kantonalbank mit solidem Ergebnis

Peter Hilfiker, Vorsitzender der Geschäftsleitung SZKB.

Schwyz – Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) darf auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. Der Jahresgewinn erhöhte sich um 1.0 % auf CHF 78.7 Mio. Das operative Ergebnis (Zwischenergebnis) bezifferte sich auf CHF 107.6 Mio. (-10%). Die Bilanzsumme stieg um 8.9% auf rund CHF 13.0 Mrd. an. Das Eigenkapital vor Gewinnverwendung konnte um 5.5% auf CHF 1’311.4 Mio. verstärkt werden. Die SZKB verzeichnete 7’400 Neukunden, und der Nettoneugeldzufluss (inkl. Wertschriften) betrug bemerkenswerte CHF 782.0 Mio.

Gutes Ergebnis im Zinsengeschäft trotz Margendruck
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft legte gegenüber dem Vorjahr um CHF 7.8 Mio. (4.6%) auf 177.3 Mio. zu. Darin enthalten sind einmalige Dividenden aus Finanzanlagen. Unter Ausklammerung dieses Sonderfaktors betrug die Zunahme beim Zinserfolg CHF 1.5 Mio. bzw. 0.9%, die dank des höheren Geschäftsvolumens zu Stande kam. Demgegenüber ging die Zinsmarge aufgrund der historisch tiefen Geld-und Kapitalmarktzinssätze weiter zurück. Die Kundenausleihungen konnten um stattliche CHF 580.2 Mio. (5.7%) auf 10’787.2 Mio. gesteigert werden. Dabei wurden die klar definierten Standards für die Kreditvergabe weiterhin konsequent angewendet. Bei den Kundengeldern verzeichnete die SZKB einen stolzen Mittelzufluss von CHF 861.6 Mio. (+10.4% auf 9’120.4 Mio.).

Ansprechendes Kommissionsgeschäft
Trotz der von Zurückhaltung und Vorsicht geprägten Investitionstätigkeit der Anleger konnte der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um CHF 1.3 Mio. (4.2%) auf 33.3 Mio. gesteigert werden. Aufgrund vermehrter Fremdwährungsgeschäfte nahm der Handelserfolg um CHF 0.3 Mio. (3.4%) auf 8.2 Mio. zu. In erster Linie verursacht durch einen Einmaleffekt im 2010 bei den Beteiligungen in Finanzanlagen verminderte sich der übrige ordentliche Erfolg um CHF 13.2 Mio. (84.3%) auf 2.5 Mio.

Kontrollierte Zunahme des Geschäftsaufwandes
Der Personalaufwand nahm aufgrund des leicht höheren durchschnittlichen Personalbestandes und der individuellen Gehaltsanpassungen um CHF 2.0 Mio. (3.0%) auf 68.5 Mio. zu. Der Sachaufwand stieg trotz diverser Strategieprojekte und Ausgaben zur Erneuerung der Infrastruktur nur leicht um CHF 0.6 Mio. (2.3%) auf 28.7 Mio. an. Im Total verzeichnete der Geschäftsaufwand ein kontrolliertes Wachstum um CHF 2.6 Mio. (2.8%) auf 97.2 Mio. Dadurch verschlechterte sich die wichtige Wirtschaftlichkeitskennzahl, das Cost/Income-Ratio I (Geschäftsaufwand ausgedrückt in Prozenten des Bruttoertrages), von 42.0% auf branchenweit immer noch sehr gute 43.9%.

Vorausschauendes Risikomanagement

Dank der konsequenten Risikobewirtschaftung konnten die Einzelwertberichtigungen auf Kreditpositionen weiter reduziert werden. Hingegen wurde basierend auf der Entwicklung der Risiken im Immobilienmarkt und den Konjunkturaussichten die Berechnungsgrundlage für die pauschalen Wertberichtigungen angepasst. Daraus resultierend nahmen die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste um CHF 4.4
Mio. (133.9%) auf 7.7 Mio. zu.

Höherer Gewinnverwendungsantrag

Die Eignerstrategie sieht vor, dass die SZKB dem Kanton als Eigner eine angemessene, kontinuierliche und planbare Grösse des operativen Gewinns abliefert. Gestützt darauf soll die Gewinnausschüttung an den Kanton Schwyz zwischen 35% bis 45% des jeweiligen operativen Ergebnisses (Zwischenergebnis) betragen.

Für das Geschäftsjahr 2011 ergibt sich zusammen mit dem Gewinnvortrag ein verteilbarer Bilanzgewinn von CHF 78.7 Mio. Der Gewinnverwendungsantrag sieht basierend auf dem Gesetz über die Schwyzer Kantonalbank eine Gesamtablieferung an den Kanton (inkl. Dotationskapitalverzinsung und Abgeltung für die Staatsgarantie) von CHF 42.5 Mio. vor, was einer Erhöhung gegenüber 2010 von CHF 3.0 Mio. (7.6%) entspricht. Zudem wird eine Dotierung der allgemeinen gesetzlichen Reserve der Bank von CHF 36.0 Mio. (Vorjahr 38.5 Mio.) beantragt. Die Gewinnausschüttungsquote, gemessen am Zwischenergebnis, beträgt somit 39.5% und befindet sich damit innerhalb der anvisierten Bandbreite.

Sehr starke Eigenkapitalausstattung

Nach der Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken verzeichnete das Eigenkapital vor Gewinnverwendung einen Zuwachs von CHF 68.3 Mio. auf 1’311.1 Mio. (Vorjahr 1’243.1 Mio.). (SZKB/mc/ps)

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