State Street: Anlegervertrauen in Europa sinkt im Oktober um 5,8 auf 89,9 Punkte

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(Foto: Pixabay)

Zürich – State Street Global Exchange hat die Ergebnisse des State Street Investor Confidence Index für Oktober 2015 veröffentlicht. Der Global ICI sank gegenüber dem revidierten Wert aus dem September um 2,3 Punkte von 116,6 auf 114,3. Die Vertrauensabnahme basierte auf dem Rückgang des North American ICI von 133,2 auf 125,5 sowie des European ICI um 5,8 Punkte auf 89,9. Im Gegensatz dazu erhöhte sich der Asia ICI um 13,2 Punkte auf 111,0.

Der Investor Confidence Index wurde von Kenneth Froot und Paul O’Connell von State Street Associates entwickelt, dem wissenschaftlichen Beratungsgeschäft von State Street Global Exchange. Er misst das Anlegervertrauen bzw. die Risikobereitschaft der Anleger auf quantitativer Basis, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger analysiert. Der Index definiert Änderungen in der Risikobereitschaft von Anlegern exakt: Je grösser der Portfolioanteil von Aktien, desto grösser ist die Risikobereitschaft oder das Vertrauen der Anleger. Ein Stand von 100 gilt als neutral. Bei diesem Wert halten sich Aufstockung und Abbau langfristiger Risikopositionen die Waage. Im Unterschied zu umfragebasierten Barometern beruht der Index auf tatsächlich erfolgten Transaktionen institutioneller Anleger – nicht auf deren Meinungen.

„Trotz anhaltender Verunsicherung hinsichtlich des weltweiten Ausblicks und vorsichtiger Äusserungen der Fed blieb das Vertrauen internationaler institutioneller Anleger überwiegend positiv», sagte Ken Froot. «Unterdessen hatte die zunehmend akkommodierende Haltung internationaler Wirtschaftspolitiker und die Hoffnung auf eine Reform der Staatsunternehmen in China einen hohen Einfluss auf asiatische Anleger, deren Risikobereitschaft sich um 13,2 Punkte erhöhte. Dies ist das erste Mal in diesem Jahr, dass der Asia ICI die wichtige Schwelle von 100 überschritt, was auf ein stärkeres «risk-on»-Klima hinweist.»

«Der Rückgang des europäischen Anlegervertrauens ist ein beunruhigendes Zeichen angesichts der Wirtschaftsdaten, die in der Währungsunion zuletzt veröffentlicht wurden», fügte Timothy Graf, Head of Macro Strategy bei State Street Global Markets in EMEA hinzu. «Da sich die Inflation in der Eurozone nicht erholt, müssen die jüngsten Hinweise der Zentralbank auf eine weitere Lockerung möglicherweise noch konkreter werden, bevor sich ein erheblicher Vertrauensanstieg einstellt.» (State Street/mc/pg)

State Street Investor Confidence Index

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