Suva 2011 mit tieferem Gewinn

Franz Steinegger

Suva-VRP Franz Steinegger.

Bern – Die Suva hat 2011 einen Gewinn von 123 Millionen Franken erzielt. Per 1. Januar 2013 sinken die Prämien erneut; und zwar um durchschnittlich 2 Prozent in der Berufs-, bzw. um durchschnittlich 1 Prozent in der Nichtberufsunfallversicherung. Erstmals kann die Suva zudem in der Berufsunfallversicherung Ausgleichsreserven abbauen, was die Prämien in diesem Versicherungszweig zusätzlich im Durchschnitt um 3 Prozent verbilligt. Rund 50 Prozent der Kunden zahlen 2013 weniger Prämien.

Die Suva-Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von 123 Millionen Franken, rund die Hälfte des Vorjahres. Finanzchef Ernst Mäder: «Angesichts der widrigen Umstände an den Finanzmärkten kann das Ergebnis als gut bezeichnet werden. Zum positiven Abschluss haben vor allem die rückläufigen Versicherungskosten beigetragen, insbesondere die sinkende Anzahl neuer Invalidenrenten.»

Stabile Performance und solider Deckungsgrad
Die unter Berücksichtigung der schwierigen Marktverhältnisse gute Anlageperformance von 0,2 Prozent (5,6 Prozent) auf den breit diversifizierten Kapitalanlagen von 38 Milliarden Franken (Marktwert) trägt zu einer sicheren Finanzsituation bei. Der finanzielle Deckungsgrad liegt bei soliden 118 Prozent (121 Prozent). Das Anlagevermögen sichert langfristig die Renten von rund 100 000 Rentenbezügern. An sie fliessen monatlich rund 140 Millionen Franken als Invaliden- und Hinterlassenenrenten.

Sechste Prämiensenkung in Folge
Insgesamt zahlt die Suva durch eine ordentliche Prämiensenkung und einen Abbau von Ausgleichsreserven 100 Millionen Franken an ihre Versicherten zurück. Rund 50 Prozent der Kunden profitieren 2013 von einer Prämiensenkung.

Erstmals Abbau von Reserven möglich
Erstmals kann die Suva 2013 sogenannte Ausgleichsreserven abbauen. Diese werden vorausschauend laufend aus Prämieneinnahmen und Finanzerträgen gebildet. Zweck der Ausgleichsreserven ist, die Prämien während einer Rezession stabil halten zu können und die Betriebe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht mit zusätzlichen Lohnnebenkosten belasten zu müssen. Da die Reserven der Berufsunfallversicherung in einigen Branchen das vorgesehene Maximum erreicht haben, erfolgt eine ausserordentliche Rückvergütung im Umfang von 50 Millionen Franken, was die Prämien der Berufsunfallversicherung um durchschnittlich 3 Prozent verbilligt.

Neurenten seit 2003 halbiert
Die Zahl der gemeldeten Unfälle und Berufskrankheiten nahm 2011 um 1,6 Prozent auf 466’424 zu, wobei die Nichtberufsunfälle etwas stärker anstiegen als die Berufsunfälle (2,8 Prozent versus 2,2 Prozent). Allerdings war die Zunahme insgesamt weniger ausgeprägt als im Vorjahr (2,2 Prozent). Erneut erreichte die Zahl der neu festgesetzten Invalidenrenten mit 1727 einen Tiefststand seit Einführung des Unfallversicherungsgesetzes im Jahr 1984. Gegenüber dem Rekordjahr 2003 mit 3357 Neurenten entspricht dies nahezu einer Halbierung. Die Suva führt diese Entwicklung auch auf die konsequenten Wiedereingliederungsmassnahmen zurück.

Einmaliger Schulterschluss der Sozialpartner in der Prävention
Neben der Verhütung von Berufsunfällen mit dem Präventionsprogramm «Vision 250 Leben» – Verhindern von 250 tödlichen Arbeitsunfällen und schweren Invaliditätsfällen innert zehn Jahren – setzt die Suva einen weiteren Schwerpunkt beim korrekten Umgang mit dem Werkstoff Asbest bei Abbruch- und Umbauarbeiten. In der Baubranche gelang 2011 mit der «Sicherheits-Charta» der Startschuss zur engeren Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften, Arbeitgebern und Planern, die sich für mehr Sicherheit einsetzen wollen. Bei der Prävention von Freizeitunfällen liegt das Schwergewicht beim Wintersport, Fussball und Velofahren. (Suva/mc/pg)

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