Thurgauer Kantonalbank verzeichnet Rekordgewinn
Weinfelden – Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat die Erträge in allen Geschäftsfeldern ausweiten können und den höchsten Gewinn in der Geschichte der Bank erzielt. Entsprechend erhöht sie die Dividende auf den Partizipationsscheinen um 20 Rappen auf 3,60 Franken.
Der Geschäftserfolg als Mass der operativen Leistung stieg um 5,1 Prozent auf 230,0 Millionen Franken, wie die TKB am Donnerstag mitteilte. Die Kantonalbank hatte zuvor nur einen Unternehmenserfolg im Vorjahresrahmen in Aussicht gestellt.
Nach der Bildung von Reserven für allgemeine Bankrisiken (57 Mio Fr.) und nach Abzug der Steuern resultierte ein Rekordgewinn von 162,3 Millionen Franken nach 158,0 Millionen im Vorjahr.
Dies ermöglicht auch eine höhere Dividende. Dabei wird nicht nur die Dividende für Partizipationsscheine erhöht. Auch dem Kanton Thurgau als Hauptaktionär fliessen mit 55,7 Millionen Franken 5,6 Prozent mehr zu als im Vorjahr , wie es im Communiqué heisst. Die gewinnberechtigten Gemeinden erhalten derweil das gesetzliche Maximum von 3 Millionen Franken. Inklusive Entgelt für die Staatsgarantie, Steuern und weiteren Abgaben ergebe sich damit ein Beitrag an die öffentliche Hand von rund 80 Millionen Franken, schreibt die TKB.
Zinsgeschäft im Plus
Insgesamt erzielte das Staatsinstitut einen 4,5 Prozent höheren Geschäftsertrag von 439,0 Millionen Franken. Trotz Margendruck habe das Zinsgeschäft und damit der wichtigste Ertragspfeiler zulegen können. Der Netto-Zinserfolg erhöhte sich um 4,1 Prozent auf 301,2 Millionen Franken.
Auch in den übrigen Geschäftsbereichen verbucht die Bank ein Ertragswachstum. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nahmen die Erträge um 8,6 Prozent zu, jene aus dem Handelsgeschäft um 0,8 Prozent.
In ihrem Kerngeschäft, der Vergabe von Hypotheken, habe die die TKB ihre Stellung aber weiter stärken können, schrieb die Bank. Das Hypothekarvolumen stieg laut den Angaben um 1,7 Prozent auf über 25,8 Milliarden Franken. Das gesamte Ausleihungsvolumen wuchs um 1,4 Prozent auf 27,3 Milliarden Franken.
Bei Nettoneugeldern von 944 Millionen stiegen die gesamten verwalteten Kundenvermögen derweil um 7,5 Prozent auf 28,7 Milliarden Franken an.
2026 tieferer Gewinn erwartet
Über dem Vorjahreswert liegt der Geschäftsaufwand (+3,4%), wobei sowohl der Sachaufwand wie auch der Personalaufwand leicht stiegen. Dass der Anstieg weniger hoch ausfiel als im Vorjahr, führt die Bank auf ihr striktes Kostenmanagement zurück. Das Kosten/Ertrags-Verhältnis, das die Effizienz ausdrückt, verbesserte sich entsprechend auf 44,4 Prozent, nachdem es 2024 44,6 Prozent betragen hatte.
Im laufenden Jahr rechnet die Bank mit einem erfolgreichen Geschäftsgang, jedoch erwartet sie in finanzieller Hinsicht keinen so hohen Unternehmenserfolg mehr wie 2025. (awp/mc/ps)