Unternehmen haben noch Nachholbedarf in Sachen IBOR

Klaus Holse
Klaus Holse, CEO SimCorp (Bild: SimCorp)

Klaus Holse, CEO SimCorp. (Bild: SimCorp)

Frankfurt – Eine gut besuchte Veranstaltung mit hochkarätigen Referenten und spannenden Themen: Dies ist das Resümee zum „SimCorp Asset Management Event 2016“, der letzte Woche am 29. April im Westin Grand Hotel in Frankfurt am Main stattfand.

Unter dem Motto „Schneller, höher, weiter“ hatten insgesamt 120 Fach- und Führungskräfte der deutschen Asset-Management-Industrie über aktuelle Branchenthemen diskutiert. Den Auftakt bildeten Vorträge, die insbesondere die regulatorischen Herausforderungen der Branche zum Thema hatten. Daran anschliessend präsentierten einzelne Unternehmen Beispiele für eine gelungene Differenzierung in der Branche. Vorgestellt wurden Case Studies der Häuser BNP Paribas Securities Services, Lupus alpha Business Solutions, Société Générale Securities Services, The Bank of New York Mellon und Universal-Investment. Den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildete die Key Note von Frau Dr. Gertrud R. Traud von der Helaba, die Ihre Ansichten über die Finanzmärkte nach der Finanz- und Schuldenkrise gewohnt souverän darbot.

Investment Book of Record in Deutschland noch weitgehend unbekannt
Begleitet wurde der Konferenztag von einer Umfrage unter den anwesenden Fondsgesellschaften, Asset Managern und Verwahrstellen. Wesentliches Ergebnis: Das Investment Book of Record („IBOR“) und das dahinter stehende Konzept sind in Deutschland noch weithin unbekannt. So konnte über die Hälfte der Teilnehmer mit dem Begriff nichts oder nur wenig anfangen – und dies, obwohl immerhin gut zwei Drittel der anwesenden Unternehmen laut der Umfrage bereits über eine Infrastruktur verfügen, bei der die Datenhaltung in Front- und Back-Office zumindest weitgehend integriert ist. Während der IBOR-Begriff anfänglich vor allem ein Modewort aus dem angelsächsischen Raum zu sein schien, hat sich das Konzept mittlerweile weltweit in der Investment-Industrie verbreitet: Ein IBOR integriert Front-, Middle- und Back-Office, indem es im Sinne einer ‚Golden Copy‘ unternehmensweit eine einheitliche, konsistente Sicht der Daten bietet. SimCorp hatte Ende 2015 bei den ‚Buy-Side Technology Awards‘ des Waters Technology-Magazins die Auszeichnung als beste IBOR-Plattform erhalten. (SimCorp/mc/ps)

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