Urs Berger ist neuer SVV-Präsident

Urs Berger

Urs Berger, Mobiliar-VRP und neuer SVV-Präsident.

Zürich – An der heutigen Generalversammlung in Zürich hat der Schweizerische Versicherungsverband Urs Berger zum neuen Präsidenten gewählt. Dessen Vorgänger Erich Walser verwies auf die Wichtigkeit der Mitwirkung der Wirtschaftsunternehmen am politischen Entscheidungsprozess über die Verbände – nicht nur als demokratisches Recht, sondern auch als unternehmerische Pflicht.

Nach vier Jahren an der Verbandsspitze hat Erich Walser heute an der Generalversammlung des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV sein Amt als Verbandspräsident abgegeben. Der bisherige Vizepräsident des SVV, Urs Berger, wurde von den Delegierten ad personam für den Rest der Amtsperiode 2009–2012 zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Versicherungsverbandes gewählt. Berger ist Präsident des Verwaltungsrates der Mobiliar Holding AG sowie der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft.

Drei Neuzuzüge
Auf den Zeitpunkt der heutigen Generalversammlung haben Olav Noack, Vertreter der Basler Versicherungen sowie Pierre-Marcel Revaz, Präsident der Groupe Mutuel, demissioniert. Die Delegierten nahmen in die frei werdenden Positionen folgende Herren neu und ebenfalls für den Rest der Amtsdauer 2009–2012 in den Vorstand des SVV auf:

  • Thomas J. Grichting, CEO Krankenversicherer und Generalsekretär, Groupe Mutuel
  • Markus Hongler, CEO, Die Mobiliar
  • Michael Müller, CEO der Basler Schweiz und Mitglied der Konzernleitung der Baloise Group

Widmer-Schlumpf: «Finanzpolitik ist internationale Politik»
Das Gastreferat hielt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Mit dem Thema «Finanzpolitik im internationalen Umfeld» sprach die Finanzministerin für die schweizerische Assekuranz relevante Aspekte der Finanzwirtschaft an und erläuterte den internationalen Kontext: «Finanzpolitik ist internationale Politik. Wir wollen stabile und offene Märkte. Dort liegt auch unsere Zukunft.»

Wirtschaftsverbände als relevante Akteure
In seinem letzten Präsidialreferat erläuterte Erich Walser die Bedeutung moderner Wirtschaftsverbände als relevante Akteure in einem stets komplexer werdenden politischen und wirtschaftlichen Umfeld, in welchem häufig nur noch die jeweiligen Fachexperten den Durchblick haben. In diesem Zusammenhang unterstrich Walser insbesondere die Rolle des Schweizerischen Versicherungsverbandes als Intermediär im politischen System: «Die Mitglieder des Bundesparlamentes sehen sich immer häufiger mit sehr spezifischen und komplexen Dossiers konfrontiert und müssen Entscheide treffen, die für alle verbindlich, gerecht und sinnvoll sein sollen. Dafür brauchen sie spezifische Informationen, die ihnen fast nur Branchenorganisationen wie der SVV liefern können.»

Ludwig Hasler über «Mit Sicherheit weniger Freiheit»
SVV-Direktor Lucius Dürr führte in seinem Leistungsbericht durch die Kernthemen der Interessenvertretung, auf die sich der Verband im Jahr 2010 konzentriert hatte. Aufsichtsrechtliche Fragen – auch auf europäischer Ebene – und ihre Auswirkungen im in- und ausländischen Zusammenhang sowie wichtige gesetzgeberische Neuerungen standen im Vordergrund; vorab in Zusammenhang mit der bevorstehenden Totalrevision des VVG sowie die Problematik des drohenden Ausbaus staatlicher Monopole. Ludwig Hasler, Philosoph und Publizist, führte die Hörer im Rahmen eines weiteren Gastreferats zum Thema «Mit Sicherheit weniger Freiheit» an die Grenzen eines liberalen Systems unter dem Blickwinkel grösstmöglicher Sicherheit für Individuum und Gesamtgesellschaft. (SVV/mc/ps)

Über den SVV
Der Schweizerische Versicherungsverband SVV ist die Dachorganisation der privaten Versicherungswirtschaft. Dem SVV sind rund 75 kleine und grosse, national und international tätige Erst- und Rückversicherer mit über 48 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Schweiz angeschlossen. Auf die Mitgliedgesellschaften des SVV entfallen über 95% der im Schweizer Markt erwirtschafteten Prämien der Privatversicherer.

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