US-Grossbank Wells Fargo erholt sich von Corona-Krise

US-Grossbank Wells Fargo erholt sich von Corona-Krise
Charlie Scharf, CEO Wells Fargo. (Foto: Wells Fargo)

San Francisco – Der US-Kreditriese Wells Fargo hat seinen Gewinn zu Jahresbeginn trotz anhaltender Belastungen durch niedrige Zinsen vervielfacht. Unterm Strich verdiente die Grossbank in den drei Monaten bis Ende März 4,7 Milliarden Dollar, wie sie am Mittwoch in San Francisco mitteilte. Damit legte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als die Pandemie eingesetzt und die Geschäfte verhagelt hatte, um mehr als 600 Prozent zu.

Wells Fargos Bilanz profitierte nun stark davon, dass milliardenschwere Rückstellungen, die in der Krise als Sicherheitspuffer gebildet wurden, aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Lage erheblich verringert werden konnten. Durch massive Konjunkturhilfen und eine ultralockere Geldpolitik haben Regierung und Notenbank grössere Kreditausfälle bislang verhindert.

Tagesgeschäft bleibt verhalten
Das Tagesgeschäft von Wells Fargo lief indes weiter verhalten. Die gesamten Erträge stiegen im Jahresvergleich lediglich um zwei Prozent auf 18,1 Milliarden Dollar. Niedrige Zinsen und eine geringe Kreditnachfrage hätten im ersten Quartal weiter für Gegenwind gesorgt, sagte Wells Fargos Vorstandschef Charlie Scharf. Dennoch übertrafen die Ergebnisse die Markterwartungen und die Aktie reagierte vorbörslich zunächst mit leichten Kursaufschlägen. (awp/mc/ps)

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