US-Notenbank will an Geldpolitik festhalten

US-Notenbank will an Geldpolitik festhalten
Fed-Chef Jerome Powell. (Foto: Fed/Flickr)

Washington – Die US-Notenbank Fed hat ein Festhalten an ihrer Geldpolitik signalisiert. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) hätten sich für die Beibehaltung der aktuellen geldpolitischen Ausrichtung für eine „gewisse Zeit“ ausgesprochen, heisst es im am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) der Zinssitzung vom 28. und 29. Januar. Gleichzeitig verwies man auf globale Entwicklungen, wie den Coronavirus, die die Wirtschaft belasteten könnten.

Das Wirtschaftswachstum dürfte sich nach Einschätzung der Mitglieder mit einem moderatem Tempo fortsetzen. Es werde sowohl durch die Geldpolitik als auch durch die Finanzpolitik gestützt. Zudem hätten sich einige Unsicherheiten in der Handelspolitik verringert. So hat sich zuletzt der Handelskonflikt zwischen den USA und China etwas entschärft.

„Zinsniveau angemessen „
Die wirtschaftliche Entwicklung habe die Mitglieder in ihrer Einschätzung bestätigt, dass das Zinsniveau angemessen sei, um das Wachstum zu stützen. Trotz des günstigen Umfeldes blieben jedoch Unsicherheiten. Hinzu kämen neue Risiken wie der Ausbruch des Coronavirus. Dieses müsse genau beobachtet werden.

Auf der letzten Sitzung Ende Januar hatte die Fed ihren Leitzins unverändert in einer Spanne von von 1,50 bis 1,75 Prozent belassen. Im vergangenen Jahr hatte sie drei Mal in Folge den Leitzins um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Die US-Notenbank hatte zuletzt für das Wahljahr 2020 unveränderte Leitzinsen signalisiert. An den Finanzmärkten gilt eine erneute Leitzinssenkung im Jahresverlauf jedoch als wahrscheinlich. Sie reagierten kaum auf die Veröffentlichung der Minutes. (awp/mc/ps)

Federal Reserve Board

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