US-Steuerbehörde ersucht bei Steuerverwaltung um Daten von HSBC Schweiz-Kunden

HSBC Private Bank
HSBC Private Bank (Suisse) in Genf.

HSBC Suisse in Genf.

Zürich – Die US-Steuerbehörde IRS will von den Schweizer Behörden Daten über nicht namentlich bekannte US-amerikanische Kunden der Privatbank HSBC Suisse. In dem Amtshilfegesuch ersucht die IRS von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) um Informationen über Konten von Domizilgesellschaften, an der eine US-Person wirtschaftlich berechtigt war, wie die «Handelszeitung» am Dienstag auf ihrer Online-Seite gestützt auf eine Publikation des Bundesblatts schreibt.

Bei der Anfrage geht es um Bankkonten aus den Jahren 2002 bis 2014, in deren Depot US-Wertschriften gehalten wurden und deren Kontostand irgendwann über 50’000 USD gelegen hatte, wie der Publikation zu entnehmen ist. Zudem soll es Hinweise darauf geben, dass die «wirtschaftlich berechtigte US-Person» über die Gelder des Kontos für persönliche Zwecke verfügte, ohne durch einen Vertreter der Domizilgesellschaft ermächtigt gewesen zu sein.

Kategorie 1-Bank
Betroffene HSBC Suisse-Kunden haben nun 20 Tage Zeit, um der ESTV eine Stellungnahme zu dem Amtshilfegesuch zukommen zu lassen. Ein Sprecher der ESTV wollte sich am Dienstag auf Anfrage von AWP nicht zu dem konkreten Fall äussern.

Die HSBC Suisse gehört zu der Gruppe des sogenannten «Kategorie 1-Banken», gegen die wegen unversteuerten US-Kundenvermögen in den USA ein Verfahren läuft. Von dieser Gruppe haben bisher die Institute Credit Suisse (CS) sowie Julius Bär eine Einigung mit den Behörden erzielen können. (awp/mc/ps)

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