US-Versicherer AIG bleibt von Katastrophen verschont

Robert Benmosche

AIG-CEO Robert Benmosche.

New York – Der US-Versicherer AIG profitiert von geringeren Schäden. Das in der Finanzkrise vom Staat gerettete Unternehmen schrieb im Schlussquartal 2013 einen Gewinn von unterm Strich annähernd 2,0 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 4,0 Milliarden Dollar entstanden. AIG habe das Jahr solide abgeschlossen, erklärte Konzernchef Robert Benmosche am Donnerstag in New York.

Ende 2012 hatte AIG für Schäden des Wirbelsturms «Sandy» geradestehen müssen. «Sandy» war über Teile der US-Ostküste hinweggezogen und hatte dabei die Millionenmetropole New York und den benachbarten Bundesstaat New Jersey schwer getroffen. Es kam zu heftigen Überschwemmungen. Zudem hatte damals ein Buchverlust aus dem Verkauf der Flugzeugleasing-Tochter das AIG-Ergebnis belastet.

Rettung mit Staatsmilliarden
AIG hatte in der Finanzkrise traurige Berühmtheit erlangt. Fehlspekulationen auf dem US-Häusermarkt hatten den Konzern an den Rand des Ruins gebracht. Der Staat sprang mit einem Rettungspaket über 182 Milliarden Dollar ein. Es war die teuerste Rettungsaktion jener Zeit. Die Schulden beim Steuerzahler sind mittlerweile beglichen.

Höhere Dividende – forcierter Aktienrückkauf
AIG hob nun als Zeichen der fortschreitenden Erholung die Dividende an und steckt eine weitere Milliarde Dollar in den Rückkauf eigener Aktien. «Wir zeigen, zu was AIG in der Lage ist», erklärte Benmosche. Erst seit vergangenem Jahr schüttet das Unternehmen überhaupt wieder eine Dividende an seine Anteilseigner aus. Der Kurs stieg nachbörslich um 1 Prozent. (awp/mc/ps)

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