Valiant in Q1 mit deutlich verbesserten Gewinnzahlen

Markus Gygax

Markus Gygax, CEO Valiant. (Foto: Valiant)

Bern – Die Valiant Bank kann für die ersten drei Monaten des Jahres 2015 weitere operativen Fortschritte vorweisen. Trotz dem schwierigen Marktumfeld hat die überregional tätige Bank das Zinsergebnis deutlich verbessern können und weist unter dem Strich einen deutlich höheren Gewinn aus. Das Institut sieht sich zudem auf Kurs zu den ehrgeizigen Mittelfristzielen.

Das operative Ergebnis (Geschäftserfolg) des bereits nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften für Banken (RVB) rapportierenden Instituts verbesserte sich um 12,5% auf 23,4 Mio CHF, wie dem am Freitag vorgelegten Quartalsergebnis zu entnehmen ist. Unter dem Strich resultierte ein um 15% höherer Konzerngewinn von 20,0 Mio CHF.

Bessere Zinsmarge
Im Hauptgeschäft, dem Zinsengeschäft, konnte Valiant den Erfolg in den ersten drei Monaten des Jahres um 7,7% auf 67,7 Mio CHF verbessern. Trotz dem «sehr herausfordernden» Umfeld mit Negativzinsen verbesserte die Bank die Zinsmarge leicht auf 1,05%. Rückläufig entwickelte sich dagegen das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (-2,7% auf 15,6 Mio CHF). Auch im Handelsgeschäft (-27% auf 2,0 Mio CHF) verdiente Valiant weniger, was das Institut auf die Aufhebung des Euro-Mindestkurses zurückführt.

Der Geschäftsaufwand konnte um 0,4% auf 54,8 Mio CHF gesenkt werden, wobei der Rückgang auf einen tieferen Personalaufwand (-4,2%) zurückzuführen war – der Sachaufwand legte dagegen zu. Die Wertberichtigungen auf Beteiligungen und Abschreibungen nahmen um deutliche 23% auf 7,5 Mio CHF ab.

Deckungsgrad der Kundengelder gestiegen
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2014 um 0,5% auf 25,4 Mrd CHF. Die Kundengelder stiegen in den ersten drei Monaten um 0,4% auf 17,96 Mrd CHF. Die Ausleihungen erhöhten sich mit +0,2% auf 21,82 Mrd, wobei das Wachstum der Hypothekarforderungen gerade 0,1% betrug. Ein Anstieg der Kundengelder über demjenigen der Ausleihungen ist eines der Ziele von Valiant, um den Kundengelder-Deckungsgrad der Ausleihungen zu verbessern. Für das erste Quartal lag dieser Kundengelder-Deckungsgrad bei 82,3% (2014: 82,2%).

Ausblick bestätigt
Insgesamt geht die Bank weiterhin davon aus, im laufenden Jahr ihre Wachstumsziele bei den Kundengeldern (+3%) und bei den Ausleihungen (+2%) zu erreichen. Trotz anspruchsvollem Marktumfeld rechne sie zudem weiterhin mit einem höheren Konzerngewinn für das laufende Jahr, heisst es. Man wolle «weiter Schritt für Schritt vorwärts gehen, um die ambitiösen Mittelfristziele 2017 zu erreichen». (awp/mc/pg)

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