Vergleich mit Behörden: Société Générale zahlt 1,3 Milliarden Dollar

Frédéric Oudéa
Frédéric Oudéa, CEO Société Générale.

Washington / Paris – Die französische Grossbank Société Générale hat Vergleichen über mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen und Marktmanipulation zugestimmt. Das Geldhaus zahle über 860 Millionen Dollar an Strafbehörden in den Vereinigten Staaten und Frankreich, teilte das US-Justizministerium am Montag mit. Zusätzlich habe die Bank eine Strafe der US-Finanzaufsicht CFTC in Höhe von 475 Millionen Dollar akzeptiert. Die Societe Generale teilte mit, Rückstellungen für die Vergleichszahlungen gebildet zu haben – die Ergebnisse würden daher nicht belastet.

Es geht um zwei verschiedene Fälle: 585 Millionen Dollar zahlt die Société Générale dem US-Finanzministerium zufolge wegen Anschuldigungen, libyische Amtsträger während der Gaddafi-Ära über Jahre hinweg bestochen zu haben. Konkret soll es dabei um Geschäftsbeziehungen zwischen der Grossbank und der Libyan Investment Authority in der Zeit 2007 bis 2010 gegangen sein. Mit weiteren 275 Millionen Dollar soll das Institut für Manipulationen von Leitzinsen wie den Referenzsätzen Libor und Euribor büssen. Auf dieses Vergehen bezieht sich auch die zusätzliche Strafe der CFTC. (awp/mc/ps)

Société Générale

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