Visana 2017 mit deutlich höherem Ergebnis – Mehr Versicherte

Urs Roth
Urs Roth, verstorbener Visana-CEO. (Foto: Visana)

Bern – Die Krankenversicherungsgruppe Visana hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlich höheren Unternehmensergebnis abgeschlossen. Positiv ausgewirkt haben sich einerseits die Erträge aus Kapitalanlagen, andererseits waren mehr Personen bei der Krankenkasse versichert als noch im Jahr davor.

Der gesamte Unternehmenserfolg wurde auf 196,4 Mio CHF beinahe verdreifacht nach 69,8 Mio im Vorjahr. Dazu beigetragen hat erneut der Kapitalerfolg, den die Visana in der am Mittwoch publizierten Mitteilung auf 84,1 Mio beziffert, nach knapp 79 Mio.

Massgeblich für die Ergebnissteigerung verantwortlich war allerdings die Entwicklung im Kerngeschäft: Dabei lag der Erfolg des Versicherungsgeschäfts bei 127,1 Mio CHF nach einem Minus von 2 Mio. Zu einer wesentlichen Entlastung habe die weitere Verfeinerung des Risikoausgleichs geführt, heisst es. Der Schaden-Kostensatz verbesserte sich so um 4,0 Prozentpunkte auf 96,1%.

Aufgeteilt nach Geschäftsbereichen entfielen 77,5 Mio CHF des Erfolgs auf die obligatorische Krankenversicherung und 49,6 Mio auf die Zusatzversicherungen. Auf der Gegenseite würden ambulante und stationäre Behandlungen nach wie vor am meisten Kosten verursachen, so die Mitteilung. Den höheren Kosten begegnet die Visana mit höheren Prämien, eine Wende sei nicht in Sicht.

Rund 33’000 Grundversicherte mehr
Der Bestand an Grundversicherten der Gruppe erhöhte sich 2017 deutlich um rund 33’000 auf über 615’000. Im gesamten Privatkundengeschäft (Grund- und Zusatzversicherung) waren 827’000 Personen oder 3% mehr als im Vorjahr bei der Visana versichert. Die Kündigungsquote bleibe in beiden Bereichen unterdurchschnittlich, heisst es.

Die Versicherungsprämien kletterten insgesamt um 127 Mio auf 3,3 Mrd CHF. In der Grundversicherung betrugen die Prämieneinnahmen 2,16 Mrd CHF, das sind 4,3% mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig nahmen die Ausgaben für Versicherungsleistungen um 15% auf 2,59 Mrd CHF zu. Bei den Zusatzversicherungen stiegen die Prämien um 4,7% auf 1,12 Mrd, während Versicherungsleistungen 11% weniger kosteten, nämlich 776,9 Mio. (awp/mc/ps)

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