Vontobel hält Kundenvermögen auf Stand von Mitte Jahr

Zeno Staub
Vontobel-CEO Zeno Staub. (Foto: Vontobel)

Vontobel-CEO Zeno Staub. (Foto: Vontobel)

Zürich – Die Bank Vontobel weist per Ende September 2015 bei einem weiteren Neugeldzufluss betreute Kundenvermögen im Umfang von 142 Mrd CHF aus. Das entspricht dem Stand zur Jahresmitte. Für das Gesamtjahr gibt sich das Institut ausserdem zuversichtlich und stellt ein Jahresergebnis über dem Vorjahresresultat in Aussicht.

Im dritten Quartal flossen der Bank Neugelder im Umfang von 0,9 Mrd CHF zu, womit sich der Netto-Zufluss seit Jahresbeginn auf 7,3 Mrd CHF beläuft. Dabei hätten sowohl das Wealth Management wie auch das Asset Management Neugelder angezogen, teilte Vontobel am Mittwoch anlässlich des traditionellen Herbstmediengesprächs in der Westschweiz mit. Die variablen Erträge seien dagegen «saisonal bedingt» tiefer als in den beiden Vorquartalen ausgefallen und würden weiterhin durch das herausfordernde Marktumfeld geprägt, heisst es weiter.

Organisches Wachstum fortgesetzt
Das organische Wachstum habe sich im dritten Quartal in allen drei Kernaktivitäten fortgesetzt, betont die Bank. Die Geschäftsexpansion sei mit Zukäufen im Asset Management und Private Banking beschleunigt worden, erinnert das Institut – namentlich waren dies die britische TwentyFour Asset Management und die Finter Bank Zürich. Man sei «bestens positioniert, um das profitable und nachhaltige Wachstum unbeirrt voranzutreiben», wird CEO Zeno Staub zitiert.

Weiterer Ausbau bei Kundenberatern
Im Wealth Management halte der Netto-Neugeldzufluss seit Jahren an, betont Vontobel weiter. Die Integration der Finter Bank Zürich schreite plangemäss voran und werde bereits 2016 gewinnbringend sein. Fortschritte seien auch in der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie zu verzeichnen. Im dritten Quartal habe sich die Anzahl Kundenberater zudem durch Einstellungen um 5% erhöht. Der Ausbau der Kundenberaterbasis soll nun auch weitergeführt werden, betont das Institut.

In der Sparte Asset Management habe die Marktvolatitität zu einem «lediglich geringen Rückgang der Vermögensbasis» geführt. Die Netto-Neugeldzuflüsse im dritten Quartal stammten vor allem aus den Multi Asset Class und Fixed Income Boutiquen, wozu insbesondere die Segmente Corporate und Flexible Bonds beigetragen hätten. Auch die Boutique TwentyFour Asset Management habe sich erfreulich entwickelt: Diese habe etwa im Juli ein Mandat über 250 Mio GBP von der UK Mortgages Limited gewonnen und habe so die angestrebte jährliche Wachstumsrate von 20% übertreffen können. Die Quality Growth Boutique habe sich in einem schwierigen Umfeld in den Emerging Markets mit einer deutlichen Outperformance gegenüber dem Benchmark gut behauptet.

Die internationale Expansion der Sparte Financial Products wurde mit dem Markteintritt in Finnland im September fortgesetzt. Bereits im ersten Monat habe ein Marktanteil von 18,3% gewonnen werden könne, so Vontobel. Im Heimmarkt Schweiz sowie in Deutschland und Schweden habe die Marktstellung behauptet werden können. Die digitale Plattform für Strukturierte Produkte deritrade hat im dritten Quartal «über 0,5 Mrd CHF» umgesetzt.

Zukäufe angestrebt
Insgesamt fokussiere Vontobel «unbeirrt auf die definierten strategischen Prioritäten», betont das Institut weiter. Das organische Wachstum soll nun durch gezielte Initiativen in den drei Kernaktivitäten weiter gefördert, wobei gezielte Zukäufe im Private Banking oder Asset Management auch in Zukunft angestrebt würden.

Das zweite Halbjahr entwickle sich erwartungsgemäss aufgrund saisonaler Effekte schwächer als das erste Halbjahr, so Vontobel weiter. Zudem hätten sich die Unsicherheiten hinsichtlich des globalen Konjunkturausblicks erhöht und belasteten die variablen Erträge. Das Institut geht von aber weiter einem «soliden Jahresergebnis 2015» aus, das aus heutiger Sicht das Vorjahresresultat übertreffen werde. (awp/mc/pg)

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