VZ Gruppe setzt Wachstum im ersten Halbjahr fort

Matthias Reinhart
Matthias Reinhart, Konzernchef der VZ Holding. (Foto: zvg)

Zürich – Die VZ Gruppe ist im ersten Halbjahr weiter gewachsen und hat den Reingewinn überproportional gesteigert. Trotz Corona-Lockdown konnte die Finanzdienstleistungs-Gruppe mehr Neugelder anziehen als noch im gleichen Vorjahreszeitraum.

Insgesamt erwirtschaftete die VZ Gruppe laut Mitteilung vom Mittwoch in den ersten sechs Monaten 2020 einen Betriebsertrag von 159,8 Millionen Franken, was einem Anstieg um 7,4 Prozent zum Vorjahr entspricht. Dank der volatilen Börsen seien auch die Bankerträge leicht angestiegen.

Von tieferer Steuerbelastung profitiert
Der Reingewinn erhöhte sich mit einem Plus von 15,8 Prozent auf 56,4 Millionen Franken. Dabei konnte die Gruppe von einer tieferen Steuerbelastung profitieren.

Die Nachfrage habe sich im Halbjahr sowohl bei der Beratung wie auch bei den Plattform-Lösungen als „sehr robust“ erwiesen. Allerdings habe der Corona-Lockdown dazu geführt, dass sich ein Teil der Beratungsaufträge „in die Zukunft verschoben“ habe, schreibt das Unternehmen.

Über 3000 neue Kunden
Für die über diverse Plattformen angebotenen Finanzdienstleistungen konnte das Unternehmen aber mehr als 3000 neue Kundinnen und Kunden gewinnen. Das führte zu einem Anstieg der Netto-Neugelder auf 1,6 Milliarden Franken gegenüber 1,3 Milliarden im gleichen Vorjahreszeitraum. Die verwalteten Vermögen (AuM) lagen per Ende Juni mit 28,6 Milliarden Franken über dem Niveau von Ende 2019 (27,6 Milliarden).

Philipp Heer neu in der Geschäftsleitung
Neu wird Philipp Heer per Anfang 2021 als zusätzliches Mitglied in die Geschäftsleitung der VZ Gruppe aufgenommen, wie es weiter heisst. Er führt gemäss den Angaben die Regionen Bern, Zentral- und Südschweiz sowie die Fachbereiche Unternehmensnachfolge, Nachlassplanung, Willensvollstreckung und Steuern, und neu auch die Privatversicherungen.

Weiteres Wachstum erwartet
Im zweiten Halbjahr rechnet die VZ Gruppe sowohl bei der Beratung wie auch bei den Plattform mit einer Fortsetzung des Wachstums. Dabei dürften sich die Bankerträge rückläufig entwickeln, während die Verwaltungserträge – abhängig von der Börsenentwicklung – leicht steigen dürften.

Für das Jahr 2020 gehe die Gruppe so von „leicht höheren Erfolgszahlen als im Vorjahr“ aus, wird CEO Matthias Reinhart zitiert. Damit dürfte die Dividende erneut erhöht werden. (awp/mc/pg)

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