VZ Holding steigert 2017 Erträge und Gewinn

Matthias Reinhart
VZ-CEO Matthias Reinhart. (Foto: VZ)

Zürich – Die VZ Gruppe hat das Jahr 2017 dank zusätzlicher Kunden mit einem Ertrags- und Gewinnwachstum abgeschlossen. Mit den ausgewiesenen Zahlen ist die VZ Gruppe aber unter den Erwartungen der meisten Analysten geblieben.

Insgesamt erwirtschaftete die VZ Gruppe einen Betriebsertrag von 260,2 Mio CHF, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 10,3% entspricht. Wie bei der Präsentation der Halbjahreszahlen angekündigt, hat das Unternehmen damit in der zweiten Jahreshälfte beim Ertrag weniger stark zulegen können als in den ersten sechs Monaten des Jahres. In jener Periode hat es noch ein Plus von 12,3% ausgewiesen.

Da der Betriebsaufwand mit rund 16% stärker anstieg als die Erträge, resultierte beim operativen Gewinn (EBITDA) lediglich ein Plus von knapp 3,6% auf 111,0 Mio CHF. Beim Reingewinn weist die VZ Gruppe ein Wachstum von 3,2% auf 86,8 Mio CHF aus. Grund für den geringeren Gewinnzuwachs auf der Bottomline sind insbesondere die im November getätigten zusätzliche Rückstellungen im Zusammenhang mit Mehrwertsteuerforderungen.

Bei den Aktionären wirkt sich der Gewinnzuwachs in Form einer höheren Dividende aus. Diese soll sich auf 4,35 CHF je Aktien belaufen und liegt damit 0,15 CHF oder rund 3,6% über der Vorjahresausschüttung.

Mit der Dividende hat die VZ Gruppe die Erwartungen der Analysten verfehlt. Diese hatten mit einer Gewinnausschüttung von 4,50 bis 5,00 CHF je Aktie gerechnet. Auch bei Betriebsertrag, EBITDA und Gewinn bewegt sich die VZ Gruppe am unteren Rand der von den Analysten geschätzten Ergebnissen.

Mehr Kunden, aber auch höhere Kosten
In der Medienmitteilung vom Donnerstag spricht die VZ zwar von einem Zustrom von Neukunden und einem Anstieg der verwalteten Vermögen. Diese erhöhte sich von 18,4 Mrd CHF zu Jahresbeginn auf 21,8 Mrd CHF zum Jahresende. Der Netto-Neugelzufluss betrug dabei 2,3 Mrd CHF. Gleichzeitig ist aber auch von zunehmend steigendem Margendruck die Rede, der durch den Rückgang der Transaktionserträge aufgrund wachsender Beliebtheit pauschaler Verwaltungsgebühren sowie dem Negativzinsumfeld bedingt sei.

Fürs Jahr 2018 rechnet die VZ Gruppe mit einem weiteren Wachstum bei Erträgen und Gewinn, wobei auch die Kosten im Gleichschritt mit den Erträgen steigen dürften. „Die breitere Kundenbasis und das höhere Volumen deuten darauf hin, dass Ertrag und Gewinn trotz sinkender Margen auch im laufenden Jahr weiter wachsen – vorausgesetzt, dass sich die Finanzmärkte stabil entwickeln“, wird VZ-Chef Matthias Reinhart in der Medienmitteilung zitiert. Die Kosten würden dabei ansteigen, obwohl in den kommenden Jahren in die Digitalisierung investiert würde. (awp/mc/ps)

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