ZKB Weekly KMU Portrait: Zürcher Oberland Medien AG

ZKB Weekly KMU Portrait: Zürcher Oberland Medien AG

Peter Edelmann, Direktor der Zürcher Oberland Medien AG. (Foto: ZOM/mc)

Zürich – Die Zürcher Oberland Medien AG (ZOM) ist das führende Verlags- und Medienhaus der Region. Mit den Tageszeitungen «Zürcher Oberländer» und «Anzeiger von Uster» werden täglich rund 65’000 Leserinnen und Leser erreicht. Das Newsportal ZO-Online bietet rund um die Uhr eine umfassende Übersicht über das Geschehen in der Umgebung. Die Wochenzeitung «regio.ch» erscheint in einer Gesamtauflage von 85’000 Exemplaren und wird als Gratiszeitung jeweils am Donnerstag in sämtliche Haushalte des Einzugsgebietes verteilt. Die drei Gefässe – Tageszeitungen, Wochenzeitungen und Online – bilden die Pfeiler der multimedialen Strategie der Zürcher Oberland Medien AG.

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Geschäftsjahr 2014
Vor allem dank der Übernahme der Wochenzeitung «Glattaler» konnten die Oberländer den Umsatz um 7.4% auf CHF 28.28 Mio. steigern. Ebenfalls zu den höheren Ertragszahlen haben die Mehreinnahmen aus dem Werbemarkt (+ 11.9%) verholfen. Die Abonnementserlöse verharrten mit CHF 10.2 Mio. auf einem unveränderten Niveau. Die Erlöse aus dem Onlinebereich stiegen um 42.8% auf CHF 0.22 Mio. Trotz höheren Aufwendungen konnte die EBITDA Marge von 7.6% auf 8.2% gesteigert werden. Aufgrund von tieferen Abschreibungen konnte der EBIT um 37% auf CHF 1.8 Mio. gesteigert werden. Unter dem Strich erhöhte sich das Jahresergebnis um 84% auf CHF 2.3 Mio. Diese Gewinnsteigerung resultiert vor allem aus dem Verkauf einer betrieblich nicht notwendigen Liegenschaft. Die Transaktion führte zu einem ausserordentlichen Erlös von CHF 4.4 Mio. Damit konnte auch der sofort abgeschriebene Fusionsverlust (Goodwill) der Glattaler AG in Höhe von CHF 3.75 Mio. gedeckt werden.

Negativ auf die Gewinnmarge haben die hohen Steuern – u. a. aus dem Verkauf der Liegenschaft – geführt. Trotz der Zunahme des Fremdkapitals um 11.1%, bleibt die Eigenkapitalquote mit 56.8% (VJ 56.6%) auf einem soliden Niveau. Neben der Ausschüttung einer unveränderten Dividende von CHF 50.- pro Aktie beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung, eine Sonderdividende von CHF 18.- zu beschliessen.

Ausblick
Dank der Akquisition des «Winterthurer Stadtanzeiger», welcher per 1.1.2015 von der Tamedia AG übernommen wurde, rechnet die Geschäftsleitung mit annährend identischen Erlösen. Die grössten Sorgen bereitet die Zunahme der Erosion der Abonnements für die Tageszeitungen „Zürcher Oberländer“ und „Anzeiger von Uster“. Gemäss eigenen Angaben wird es kaum gelingen, den negativen Trend kurzfristig zu stoppen.

Fazit
Die „kleinen“ Zürcher Oberländer konnten sich im vergangen Jahr gut oder zum Teil noch besser als die „Grossen“ im harten Medienmarkt behaupten. Aufgrund des sofort abgeschriebenen Goodwills steht die Bilanz auf soliden Beinen. Nach dem Verkauf der Liegenschaft an der Hofstrasse besitzt die ZOM noch die Liegenschaft, in welchem der Firmensitz untergebracht ist. Aufgrund der Bewertung in der Bilanz dürften hier noch stille Reserven schlummern. Im Sektorenvergleich ist die Bewertung der Titel auf Basis Preis/Umsatz und KGV eher auf einem tiefen Niveau. Dies dürfte auf die eher tieferen Margen auf Stufe EBITDA und EBIT zurückzuführen sein. Mit der diesjährigen Ausschüttung (inkl. Sonderdividende) von gesamthaft CHF 68.-, sind die Anleger gut bedient. Dies entspricht einer Rendite von ca. 6.0%. Wenn sich die Entwicklung im Medienmarkt nicht stark verändert dürfte an der Dividendenpolitik festgehalten werden. Seit Jahresbeginn haben die Titel 0.9% zugelegt. Momentan scheint das Anzeigegeschäft noch zu rentieren. Der Umsatzertrag des Onlinegeschäfts ist zurzeit jedoch eher klein, dieser muss sich aber in Zukunft weiter erhöhen. Dank den Übernahmen konnte der Umsatz gesteigert werden. Aufgrund der neuesten Akquisition dürfte das aktuelle Jahr auch zufriedenstellend verlaufen.

Momentan verfügen die Zürcher Oberländer über eine hohe Liquidität in der Bilanz. So betragen die flüssigen Mittel CHF 11.0 Mio. und die Finanzanlagen CHF 6.0 Mio. Es stellt sich nun die Frage, wofür die Mittel in Zukunft verwendet werden. (ZKB/mc)

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